Accessment Center ist beliebtes Mittel bei Personalfindung
Nicht nur die Aufgaben werden hier bewertet

Gemeinsam im Team Probleme lösen, gehört zu den klassischen Aufgaben eines Assesment Centers
  • Gemeinsam im Team Probleme lösen, gehört zu den klassischen Aufgaben eines Assesment Centers
  • Foto: U. Wechselberger/Pixabay
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Ortenau (tf). Viele Unternehmen setzen für die Rekrutierung der besten Nachwuchstalente häufig auf so genannte Assessment Center. Dabei handelt es sich um ein Personalauswahlverfahren, bei dem die Bewerber auf ihre Eignung für die ausgeschriebene Stelle geprüft werden. Eine Einladung zu einem solchen Assessment Center führt oft zu Nervosität. Der Auswahltag beinhaltet verschiedene Aufgaben. Zu den typischen Inhalten gehören die Selbstpräsentation, ein Kompetenztest, Gruppendiskussionen und Fallstudien. Während des Lösens der Aufgaben spielt das soziale Verhalten gegenüber den anderen Teilnehmern und den zukünftigen Vorgesetzten eine wichtige Rolle. Insbesondere die Soft-Skills werden genauestens unter die Lupe genommen. Bewertet werden beispielsweise Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Sorgfalt oder auch das Konfliktverhalten.

Wer eine Einladung erhält, sollte zunächst den Ablaufplan genau durchgehen und sich auf die Aufgaben vorbereiten. Da bei einem Assessment Center die Bewerber die komplette Zeit beobachtet werden, ist besonders auch das Verhalten außerhalb der Tagesordnung wesentlich. Rechtzeitiges Ankommen, freundlicher Umgang und auch in den Pausen korrektes Verhalten fließen in die Beurteilung hinein. Darum lieber das Gespräch mit den Anwesenden suchen als sich hinter seinem Handy verstecken. Gerade in scheinbar unbeobachteten Momenten können durch Gähnen, Rülpsen oder endloses Surfen schnell Minuspunkte gesammelt werden.

Auch wenn es um Konkurrenz geht, sollte man unbedingt die Gelegenheit nutzen, sich als Teamplayer zu präsentieren. Werden – beispielsweise für die Selbstpräsentation – Beamer, Flipchart oder ähnliches zu Verfügung gestellt, sollten sie genutzt werden. Wer gut vorbereitet ist, hat oftmals sogar eine Power-Point-Präsentation auf einem Stick parat. Kreativität und Mut zählen hier. Besonders wichtig ist es auch, ein Outfit zu wählen, das zum Unternehmen passt. Im Zweifelsfall eher zu schick als zu lässig. Auf keinen Fall in Jogginghosen oder mit Tanktop kommen – auch für sehr heiße Tage gibt es seriöse Kleidungsstücke.

Selbstverständlich sollte diese sauber und ohne Flecken oder Falten sein. Bewerber sollten frisch geduscht sein, sauber riechen und nicht zu sehr nach Nikotin oder Parfum. Wenn es möglich ist, sollten ein Ersatzoberteil und ein kleines Deo in der Tasche dabei sein – für den Notfall. Im Vorfeld sollte man sich über das aktuellen politischen Geschehen auf dem Laufenden halten. Mit diesem Wissen kann man etwa bei Fallstudien und Diskussionen punkten, dabei allerdings auf Vorurteile oder Platituden verzichten. Zudem sollte man darauf gefasst sein, dass die Sprachkenntnisse abgefragt werden, auch unangekündigt während einer Diskussion.

Doch am Wichtigsten ist, sich bewusst zu sein, dass die Bewerber während der gesamten Zeit des Assessment Centers geprüft werden, auch wenn gerade keine Aufgaben anstehen. Das beginnt bereits mit dem Betreten des Gebäudes, dem ersten Verhalten Mitarbeitern und Konkurrenten gegenüber und so nebensächlichen Dingen wie dem Wegschnippen einer Zigarettenkippe direkt vor dem Gebäude. Denn: Erst wenn sich jemand gänzlich unbeobachtet fühlt, erkennt man seinen wahren Charakter.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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