Stichwort Inklusion:
Unterstützung für Menschen mit Behinderungen

Viele Menschen mit Behinderungen haben Probleme, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dabei besitzen viele eine abgeschlossene Berufsausbildung und sind damit wertvolle Fachkräfte, die dazu beitragen können, die Fachkräftelücke zu schließen.

Agentur für Arbeit

Wie auch für alle anderen Arbeitssuchenden ist die Agentur für Arbeit der richtige Ansprechpartner. So sagt Horst Sahrbacher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenburg: „Unser Ziel ist es, schwerbehinderte Menschen so gut wie möglich dabei zu unterstützen, eine Ausbildung oder Beschäftigung zu beginnen. Um Menschen mit Behinderungen individuell und umfassend über die Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung zu beraten, sind in der Arbeitsagentur Offenburg spezielle Beratungsfachkräfte tätig. Grundsätzlich steht das allgemeine Angebot der Arbeitsagentur zur Berufsvorbereitung und zur beruflichen Aus- und Weiterbildung zur Verfügung. Ergänzend gibt es für Menschen mit Behinderungen spezielle Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben, diese erfolgen jeweils immer ganz individuell – das heißt abhängig von den ganz persönlichen Vorstellungen und dem jeweiligen Handicap. Die Spannweite reicht von Körperbehinderungen über Gehör- und Sprachschädigung bis zur Rehabilitation nach einem Unfall oder einer Krankheit."

Finanzielle Förderung

Auf der anderen Seite werden natürlich auch Firmen unterstützt, die behinderte Menschen einstellen. Besonders wichtig ist es, so Sahrbacher, mit Arbeitgebern zum Thema Inklusion ins Gespräch kommen: „Grundsätzlich beraten wir jeden Arbeitgeber, der Interesse hat, Menschen mit Behinderungen einzustellen, zu Fragen der Beschäftigung, Ausbildung sowie finanziellen Fördermöglichkeiten. Entscheidet sich ein Arbeitgeber, Arbeitskräfte mit Handicap einzustellen, leisten Unternehmer nicht nur einen wichtigen Beitrag zu deren Teilhabe am Arbeitsleben; sie holen sich damit auch qualifizierte Arbeitskräfte in ihren Betrieb. Wenn Menschen mit Behinderung auf dem passenden Arbeitsplatz eingesetzt werden, können sie mit ihrer Begabung und ihrem Fachwissen ein Gewinn für die Firma sein. Und es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten: zum Beispiel Unterstützung während der Ausbildung oder Zuschüsse für die erforderliche behindertengerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes unter Nutzung des Technischen Beratungsdienstes der Arbeitsagentur. Betriebliche Trainingsmaßnahmen (Praktikum) zur Eignungsfeststellung und Zuschüsse zum Arbeitsentgelt zur Eingliederung von Arbeitnehmer mit Vermittlungshemmnissen sind in unserem Angebot enthalten."

Integrationsfachdienst

Unverzichtbar zum Thema Teilhabe am Arbeitsmarkt ist auch der Integrationsfachdienst (IFD). In Baden-Württemberg gibt es 22 IFD-Ansprechpartner, einer davon ist in Offenburg und zuständig für den gesamten Ortenaukreis. Der IFD steht sowohl den Arbeitnehmern als auch den Arbeitgebern als neutraler Berater zur Verfügung. Mehr noch: Er bringt Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezielt zusammen. Bei einem Praktikum können sich Arbeitgeber und Bewerber kennenlernen. Der IFD begleitet die Einarbeitung nach Notwendigkeit und kommt bei Bedarf im Betrieb vorbei. Auch nach der Anstellung bleibt der IFD weiterhin zuständiger Ansprechpartner bei Fragestellungen und Schwierigkeiten im betrieblichen Alltag. Infos gibt es unter www.ifd-bw.de G. Ritter

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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