Rheintalbahn entlang der A5
Spatenstich für europäische Verkehrsader

Spatenstich Güterumfahrung Freiburg: Nicole Razavi (v. l.), Verkehrsministerin des Landes Baden-Württemberg, Dr. Phillip Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister, Dr. Clarissa Freundorfer, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg | Foto: DB InfraGO AG/Stefan Wildhirt
  • Spatenstich Güterumfahrung Freiburg: Nicole Razavi (v. l.), Verkehrsministerin des Landes Baden-Württemberg, Dr. Phillip Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister, Dr. Clarissa Freundorfer, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg
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  • hochgeladen von Matthias Kerber

Ortenau/Freiburg (st) Die Deutsche Bahn (DB) baut zwischen Offenburg, Freiburg und Müllheim im Markgräflerland eine neue Güterzugstrecke entlang der Autobahn A5. Sie ist Teil der Verbindung Karlsruhe – Basel und des wichtigen europäischen Güterkorridors Rotterdam – Genua. Zusammen mit der bestehenden Rheintalbahn stehen künftig vier statt zwei Gleise zur Verfügung: Es können deutlich mehr Züge fahren. Die DB verlagert den Güterverkehr auf die neue Strecke. Das schafft Platz für zusätzliche Verbindungen im Nah- und Fernverkehr und einen stabileren Betrieb auf der Rheintalbahn. Gleichzeitig rollen künftig rund 50.000 Güterzüge pro Jahr weniger durch Freiburg und die umliegenden Gemeinden. Das senkt spürbar den Lärm, so die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung.

DB, Bund und Land gaben am vergangenen Freitag mit einem symbolischen Spatenstich nahe der Gemeinde Reute den Startschuss für die Bauarbeiten.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Mit dem Bau der neuen Güterzugstrecke beginnt ein neues Kapitel beim Ausbau der Rheintalbahn, einer der wichtigsten Verkehrsadern Europas. Wir schaffen mehr Platz für den wachsenden Güterverkehr, stärken gleichzeitig den Personenverkehr und entlasten die Menschen vor Ort spürbar vom Schienenlärm. Das ist ein Gewinn für die Umwelt, unsere Fahrgäste und die Region.“

Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister: „Mit dem heutigen Spatenstich bringen wir eines der wichtigsten Schienenprojekte Europas sichtbar voran. Die neue Güterzugstrecke im Rheintal stärkt den europäischen Güterkorridor Rotterdam – Genua, schafft mehr Kapazität für den Schienengüterverkehr und macht auf der Rheintalbahn Platz für zusätzliche Verbindungen im Nahverkehr. Gleichzeitig entlasten wir Freiburg und die umliegenden Gemeinden spürbar vom Lärm. Das ist moderne Verkehrsinfrastruktur: leistungsfähig für Wirtschaft und Klimaschutz, verlässlich für Fahrgäste und konkret spürbar für die Menschen vor Ort.“

Nicole Razavi, Verkehrsministerin des Landes Baden-Württemberg: „Der so wichtige Ausbau der Rheintalbahn kommt mit dem heutigen Spatenstich einen großen Schritt voran. Es freut mich, dass ich gleich zu Beginn meiner Amtszeit als Landesverkehrsministerin den Startschuss für dieses Projekt erleben darf, das eine große Bedeutung auch für unser Land hat. Der Bau von zwei weiteren Gleisen, die im Regelbetrieb nur vom Güterverkehr genutzt werden, wird den Gütertransport im Rheintal auf ein neues Niveau heben. Er schafft neue Kapazitäten für eine starke Wirtschaft in der Region, in Deutschland und Europa und entlastet auch die Straßen.“

Die neue Güterzugstrecke ist insgesamt über 90 Kilometer lang. Die DB baut zuerst den elf Kilometer langen Abschnitt zwischen Riegel und March. Für den Abschnitt rechnet die DB mit einer Bauzeit von etwa sechs Jahren. Einen Termin für die Inbetriebnahme der gesamten Strecke kann die DB erst festlegen, wenn für alle Abschnitte das notwendige Baurecht vorliegt.

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