Spargel und Erdbeeren
Erzeuger sind mit den geernteten Mengen zufrieden
- Erdbeeren wie gemalt – die Ernte der süßen Früchte läuft derzeit auf Hochtouren.
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Ortenau Die Spargel- und Erdbeerernte in der Ortenau läuft auf Hochtouren. Der Spargelhof Hügel & Heitz in Neuried-Altenheim hat bereits am 31. März, also rechtzeitig vor Ostern, mit der Spargelernte begonnen. "Wir haben anfangs aufgrund des kalten Wetters mit geringen Erntemengen beim Spargel gekämpft", sagt Sophia Speck, s'Oxehanse GbR, die seit diesem Jahr eine Kooperation mit der Familie Heitz hat. "Mittlerweile sind wir in der Vollernte."
Ähnlich sieht die Lage auf dem Obst- und Spargelhof Wurth in Oberkirch-Zusenhofen aus: "Spargel ernten wir seit Ostern. Die Ernte wird noch bis zum Johannistag, den 24. Juni, gehen." Mit der Menge und der Qualität ist man bislang zufrieden. Die deutlich gefallenen Temperaturen während der Eisheiligen Anfang Mai haben sich aber auf die Erntemenge niedergeschlagen. "Sie waren geringer als vorher", so die Auskunft vom Spargelhof Wurth.
Beide Betriebe bieten verschiedene Qualitätsklassen an: Beim Obst- und Spargelhof in Zusenhofen wird Spargel der Klasse 1 und 2 angeboten. Im Hofladen sowie an den Verkaufsständen des Neurieder Erzeugers werden die Spargelklassen 1A, 1, 1C, 2 – jeweils in dickerer und dünnerer Sortierung – sowie 3 angeboten. Beliebt sind auch die Spargelspitzen in verschiedenen Qualitätsklassen sowie der Grünspargel in den Klassen 1 und 2. "Zusätzlich haben wir die Möglichkeit, den Spargel im Hofladen zu schälen", so Sophia Speck. An den Verkaufsständen können die Kunden geschälten Spargel vorbestellen oder diesen vakuumiert erwerben. Auch wenn der Grünspargel an Beliebtheit gewinnt, bevorzugen die Kunden Bleichspargel der Klassen 1 und 2. Der weiße Spargel hat auch beim Obst- und Spargelhof Wurth die Nase vorn. Die Kunden greifen vor allem zur Ware der Klasse 1.
Während in Neuried die Erdbeerernte bereits am 14. April startete, wurden in Zusenhofen die ersten Früchte Ende April geerntet. "Durch unsere Sortenwahl wird es bei uns Erdbeeren bis in den Juli geben", kündigt Sophia Speck an. Auf dem Obst- und Spargelhof Wurth rechnet man mit einer Erdbeerernte bis in den Herbst. "Wir können bis zum ersten Frost ernten", verrät Familie Wurth. Dort geriet die Ernte durch die kalten Temperaturen Anfang Mai ein wenig ins Stocken. In Neuried werden die Früchte geschützt angebaut. Deshalb ist man dort wetterunabhängig und kann von Anfang an die gewünschte Menge liefern.
Steigende Betriebskosten
Beide Betriebe leiden unter den steigenden Kosten für Energie und Dünger. "Durch das aktuelle Weltgeschehen haben sich die Kosten für Betriebsmittel stark erhöht", verrät Sophia Speck. "Die Lohnkosten sind ebenfalls gestiegen. Wir brauchen nach wie vor die gleiche Zahl an Arbeitskräften für die Ernte des Spargels und der Erdbeeren." Dennoch habe man in diesem Jahr keine merklichen Preisanpassungen vorgenommen und sich am Niveau des vergangenen Jahres orientiert. "Die Preise für Betriebsmittel und Löhne steigen jedes Jahr", gibt auch Familie Wurth an. An die Kunden sei aber nur ein Teil der Mehrkosten weitergegeben worden.
Die Preise auf dem Markt sind gegenüber dem Saisonauftakt deutlich gefallen: Sie liegen – je nach Qualitätsklasse – beim Spargel zwischen acht und 15 Euro pro Kilogramm. Die 500-Gramm-Schale Erdbeeren kostet im Augenblick zwischen vier und 4,50 Euro.








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