Plätzchenduft liegt in der Luft
Leckereien der Weihnachtsbäckerei

Plätzchenduft zieht durch das Haus. Die Zeit der Weihnachtsbäckerei ist gekommen. Foto: Anne-Marie Glaser
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Ortenau (mn/gro).  Über den Ursprung des Weihnachtsgebäcks gibt es vielfältige Aussagen und Quellen. Schon die Kelten werden in diesem Zusammenhang genannt. Diese, so ist es zu lesen, sollen geglaubt haben, zur Zeit der Wintersonnenwende von Geistern heimgesucht zu werden. Also backten sie flache Fladen aus gemahlenem Getreide und Honig, um sich vor bösen Dämonen zu schützen und die Götter gnädig zu stimmen. Aber auch in den mittelalterlichen Klöstern wurden besondere Leckereien zu den hohen Festtagen angefertigt.

Egal, welche der Theorien wirklich greift, an die eigene Kindheit erinnert man sich in diesem Zusammenhang bestimmt: Der Plätzchenteig wurde ausgerollt und ausgestochen. Zwischendurch wurde bereits ordentlich davon genascht. Das ganze Haus hat herrlich nach Weihnachten geduftet. Anschließend durften die Plätzchen nach Lust und Laune dekoriert werden. Ob mit Zuckerguss, Schokostreuseln, Nüssen oder Zuckerperlen, jedes Plätzchen war ein Einzelstück.

Ausstechplätzchen am beliebtesten

Und nicht nur beim Verzieren scheint das Vergnügen grenzenlos zu sein, auch in Sachen Rezeptvielfalt offenbart sich den Hobbybäckern eine große Vielfalt. Laut veröffentlichter Zahlen gibt es eine Art Ranking in Sachen Beliebtheit. Angeführt wird die Liste vom Klassiker Ausstechplätzchen mit 64 Prozent. Es folgen Vanillekipferl mit 59 Prozent, Mürbeteig-Plätzchen mit 52 Prozent und Spritzgebäck mit 49 Prozent. Ebenfalls Bestandteil dieses Rankings sind Nussplätzchen, Makronen, Zimtsterne und Schwarz-Weiß-Gebäck.

Und wenn es um den weihnachtlichen Genuss geht, ist mit dem Plätzchenbacken längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Linzertorten, Lebkuchen, Früchtebrot, Christstollen und Co. versüßen ebenso jedes Jahr die Wartezeit bis zum Fest oder bieten sich hübsch verpackt als eine tolle Geschenkidee an. Auf jeden Fall sollte man das Backen nicht zu lange aufschieben, denn einige der süßen Köstlichkeiten gewinnen durch eine gewisse Lagerzeit an Geschmack. Dazu zählen Lebkuchen, Printen und natürlich Stollen. Das brotförmige Gebäck besteht aus einem schweren Hefeteig, der besonders viel Fett enthält. Unverzichtbare Bestandteile sind auch Trockenfrüche wie Sultaninen, Orangeat oder Zitronat. Weitere Füllungen des beliebten Gebäcks, das mit viel Puderzucker bestäubt wird, bestehen aus Marzipan oder Mohn. Die Form soll übrigens an das gewickelte Christuskind in der Krippe erinnern.

Richtige Lagerung

Auch Lebkuchen gewinnen in ihrer Konsistenz, wenn sie richtig gelagert werden. Denn unmittelbar nach dem Backen sind sie eher knusprig und nur schwer zu beißen. Erst durch die Luftfeuchtigkeit erreichen sie die gewünschte weiche Konsistenz. Perfekt zur Aufbewahrung eignen sich gut schließende Blechdosen, bei denen allerdings in der ersten Woche der Deckel nicht fest aufgelegt werden sollte. Wer auch Pfefferkuchen oder Printen selbst backt, der sollte mehrere solcher Dosen besitzen, da die verwendeten Gewürzen sonst den Geschmack der einzelnen Sorten beeinträchtigen können. Damit Makronengebäck seine luftig-zarte Beschaffenheit auch nach dem Backen behält, sollte es in einer Gefrierdose kühl gelagert werden.

Selbst wer unter Nahrungsmittelintoleranzen und Lebensmittelallergien leidet oder vegane Ernährung favorisiert, braucht auf das weihnachtliche Backwerk nicht verzichten. Längst gibt es auch Rezepte für Weihnachtsgebäck, die ohne glutenhaltiges Mehl auskommen. Nicht uninteressant könnte es bestimmt auch sein, bei der Mutter oder Oma nach Rezeptideen zu fragen, die seit Generationen den bunten Plätzchenteller füllen oder beim Kaffee für großen Genuss sorgen.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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