Freude und Lust am Tanzen
Junge Leute mögen Hip-Hop

Eine Gruppe junger Mädchen aus Oberkirch trainiert ihre Performance zum Ausdruckstanz Contemporary mit Choreografin Kathrin Huber (vorn).
  • Eine Gruppe junger Mädchen aus Oberkirch trainiert ihre Performance zum Ausdruckstanz Contemporary mit Choreografin Kathrin Huber (vorn).
  • Foto: Jürgen Tille-Koch
  • hochgeladen von Dagmar Jäger

Renchtal (jtk). „Ich tanze nur meiner Frau zuliebe und jetzt ist es, als hätte ich nie etwas Anderes gemacht!" Mit strahlenden Augen fasst ein Hobbytänzer seine Erfahrungen mit aktivem Tanzen zusammen, die seine anfängliche Skepsis widerlegt haben.
Tanzen bewegt Deutschland: Im Fernsehen feiern Tanz-Shows große Erfolge und auch die Tanzschulen in der Ortenau erleben einen nachhaltigen Boom. Zwar fühlt sich nicht jeder gleichermaßen zum Tanzen berufen, doch seit es den Menschen gibt, wird getanzt – heute stehen Lust und und Spaß an der Bewegung im Vordergrund.

Freies Tanzen ist "in"

Dabei gibt es weit mehr als die klassischen Tänze wie Walzer, Tango oder Cha Cha Cha. Hip-Hop, der vorwiegend von männlichen Tänzern bevorzugt wird, ist seit langen Jahren nicht nur bei jungen Leuten "in". In der Tat ist das Tanzen ohne vorgegebene Schrittfolge am beliebtesten. Mehr als zwei Fünftel aller Tänzer üben ihn zumindest gelegentlich aus."Der Disco-Fox mit seinem großen Anwendungsbereich und die Salsa mit ihrer Lebensfreude sind aktuell sehr beliebt", sagt Kathrin Huber, Tanzpädagogin und Choreografin aus Oberkirch.

Sie ergänzt: "Im ländlichen Raum wie bei uns ist besonders Contemporary gefragt." Nicht zuletzt die Fernseh-Tanz-Show "Let's Dance" hat den Begriff Contemporary Dance in den Blickpunkt gerückt. Bei diesem Stil geht es nicht darum, eine feste Tanztechnik oder eine Struktur einzuhalten, wie zum Beispiel im klassischen Tanz. Es ist eine Art Ausdruckstanz, für den die Begriffe Körperspannung, sich fallen lassen, Flexibilität, Akrobatik, Tanztechnik, freies Tanzen, fließende Bewegungen sowie Ausdruck passen und eine innige Verbindung zwischen Körper und Gefühlswelt herstellen.

Mädchen-Tanzgruppe

In eindrucksvollen Präsentationen bestätigt das Kathrin Hubers aktuelle Gruppe, in der sich Mädchen zwischen 13 und 16 Jahren aus Oberkirch gefunden haben. "Das macht den Kopf frei", sagt Jasmin Müller strahlend. Hannah Nuber ergänzt: "Das ist ein guter Ausgleich zum Alltag und entspannt." Miriam Walter fühlt sich wohl in der Gruppe und traut sich dadurch mehr zu, Helene Vogt liebt die Verbindung von Sport und Musik. Svenja Stößer erklärt ihre Liebe zum Tanzen mit den Worten: "Es ist einfach spannend, ohne viel Theorie Gefühle auszudrücken."

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Die rhythmische Bewegung zu Musik verbindet – und hilft gegen Krankheiten. Chronische Schmerzen und Depressionen können so therapiert werden.
Dies alles ist möglich, weil Rhythmus und Tanz auf heilsame Weise Körper und Geist zusammenführen. Bei Parkinsonkranken etwa kann Tanzen die Bewegungsfähigkeit verbessern. Schmerzpatienten schenkt der Tanz Linderung. Auch Traumapatienten, Autisten und Demente lassen sich so behandeln. In den USA ist Tanzen heute eine anerkannte Therapieform.

Tanzen ist gesund

"Groove" nennen es Musiker, wenn ein Rhythmus wirklich jedem in die Glieder fährt. Der US-Neurowissenschaftler Petr Janata hat das Phänomen untersucht und eine Hitliste der packendsten Songs erstellt. König des "Groove" ist demnach Stevie Wonder mit seinem Stück "Superstition" von 1972. Unter den Top Ten finden sich auch "Lady Marmalade" von Labelle oder Klassiker wie "Sing, Sing, Sing" von Benny Goodman und "In the Mood" von Glenn Miller.

Autor:

Dagmar Jäger aus Offenburg

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