Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung
Kontrollen geben Sicherheit

Topfgucker in Sachen Verbraucherschutz
  • Topfgucker in Sachen Verbraucherschutz
  • Foto: Landratsamt Ortenaukreis
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Offenburg (gr). Krankheiten verhüten sowie die Gesundheit fördern und erhalten: Wie wichtig Hygiene und die damit verbundenen Vorschriften sind, zeigt sich in der Corona-Krise besonders deutlich. Und dass es dabei nicht ohne Kontrollen geht, wusste das Team des Amtes für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung vom Dezernat 5 schon vor Covid-19 nur zu gut.

7.600 Lebensmittelbetriebe

7.600 Lebensmittelbetriebe liegen im Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes Ortenaukreis, da sind zehn Amtstierärzte auf acht Stellen, 15 Lebensmittelkontrolleure und rund sechs Verwaltungsangestellte mehr als ausgelastet. „Alle Betriebe“, so Dezernatsleiter Reinhard Kirr, „werden entlang der Herstellungs- und Vermarktungskette kontrolliert, vom Erzeuger über die Hersteller bis zum Einzelhandel und der Gastronomie.“ Gut zu wissen: Die Betriebe müssen selbst die Qualität und die Sicherheit der verwendeten Rohstoffe und ihrer fertigen Erzeugnisse überprüfen.

Risikobewertung

Die Häufigkeit der Kontrollen unterliegen einer bundesweit gültigen Risikobewertung. Normwerte gebe es keine, sagt Amtsleiter Dr. Jan Loewer, denn: „Betriebe, bei denen Mängel aufgetreten sind, werden natürlich häufiger kontrolliert als andere.“ Was wird kontrolliert? „Zum Beispiel betriebliche- und Personal-Hygiene, ebenso überprüfen wir, ob die Kennzeichnungsvorschriften eingehalten werden. Und wir nehmen bei Lebensmitteln Proben, sowohl vom Endprodukt als auch von Rohstoffen innerhalb der Herstellungskette“, so Loewer und fügt hinzu: „Statisch ist bei uns nichts. Umstände und Verbraucherwünsche ändern sich, das Lebensmittelrecht galoppiert voran und wir müssen mit immer komplexeren Kontrollen reagieren.“

Zuständigkeitsbereich

Damit nicht genug: Der Zuständigkeitsbereich der Lebensmittelkontrolleure erstreckt sich auch über Betriebe, die Tabak-erzeugnisse und Kosmetikprodukte herstellen. Außerdem im Fokus der Kontrollen sind Bedarfsgegenstände, also Produkte, die Kontakt mit Lebensmitteln oder der Haut haben, wie etwa Geschirr, Schmuck – und auch Sexspielzeug.
Ein immenses Aufgabengebiet, interessant und vielschichtig wie die Kunden: Gaststätten, Kantinen, Bäckereien, Supermarktketten, selbstschlachtende Metzgereien und Käse-Importeure gehören ebenso dazu wie Brennereien und Brauereien, Gin-Produzenten, Meerrettich-Hersteller und Direktvermarkter.

Fundierte Ausbildung

Klar, dass eine fundierte Ausbildung die beste Antwort auf die unterschiedlichen Anforderungen ist. „Kontrolleure haben nicht nur ihren Meister im Lebensmittelhandwerk, sondern auch eine zweijährige Zusatzausbildung an der Landesakademie Baden-Württemberg für Veterinär- und Lebensmittelwesen“, erläutert Lebensmittelkontrolleur Stefan Wechselberger. „Die Leute wissen, wo sie hinschauen müssen“, sagt Kirr. Große Probleme gibt es laut dem Dezernenten in der Ortenau nicht, die meisten Betriebe sind professionell geführt. Wenn es Beanstandungen gibt, stehen mangelnde Betriebshygiene und Probleme mit Kennzeichnungen oben auf der Liste. Kontrolliert wird ohne Ankündigung, auf Beschwerden hin auch anlassbezogen. Wie steht es dabei mit Anfeindungen? „Die ersten Minuten sind entscheidend, dann ist den Leuten klar, dass wir ihnen nichts Böses wollen“, sagt Wechselberger. Denn im Grunde wissen alle: „Der Schutz des Verbrauchers hat höchste Priorität, jeder kann froh sein, dass es die Lebensmittelüberwachung gibt“, so Reinhard Kirr.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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