Grundschulen im Wechselbetrieb
Montag wieder Präsenzunterricht

In Kehl ist am Donnerstag das Testzentrum in der Stadthalle an den Start gegangen.
  • In Kehl ist am Donnerstag das Testzentrum in der Stadthalle an den Start gegangen.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Ortenau (ds/rek/gro). Mit dem Ende der Fastnachtsferien können Eltern nach langen Wochen aufatmen: Die Kitas kehren zum Regelbetrieb zurück, die Grundschulen öffnen mit geteilten Klassen und in kleinen Gruppen im Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling, während es für die weiterführenden Schulen, außer für die Abschlussklassen, weiterhin beim Distanzunterricht bleibt.

"Belastung für Kollegium wird größer"

Die Falkenhausen-Grundschule in Kehl etwa startet den Präsenzunterricht mit den Klassenstufen eins und zwei, in der darauffolgenden Woche mit den Klassenstufen drei und vier. Pro Woche gibt es jeweils acht Notbetreuungsgruppen und acht Gruppen, in denen jeweils die Hälfte der Schulkinder einer Klasse abwechselnd unterrichtet wird. "Sämtliche Lehrkräfte und auch die pädagogische Assistentin werden vollumfänglich im Rahmen ihrer Deputate eingesetzt, entweder im Unterricht oder in der Notbetreuung oder im Fernlernen. Die Kollegen, die in einer Woche nicht in der Präsenz oder der Notbetreuung sind, sind im Fernlernen im Einsatz", erläutert Rektorin Immogen Remmert.

Der Fernunterricht läuft wie seit März 2020 über die Lernplattform Moodle und über die Videokonferenz-Plattform Big Blue Button. "Allerdings wird die Belastung nun für das Kollegium noch größer, da mit dem gleichen Personalschlüssel sowohl der Fernunterricht aufrecht erhalten werden muss als auch die Notbetreuung und der Präsenzunterricht vor Ort", so Remmert. Eine Präsenzpflicht für die Grundschüler besteht im Übrigen nicht. So haben zuletzt 15 Familien erklärt, ihre Kinder aus Angst vor den Virusmutationen zu Hause zu lassen.

Fünf Kinder der Anne-Frank-Schule in Offenburg bleiben trotz des morgen wieder beginnenden Präsenzunterrichts weiter im Homeschooling, wie Rektorin Anneliese Müller berichtet. Die Lehrkräfte halten den Kontakt und begleiten über Video, Telefon oder Chat, je nach Absprache und Möglichkeit. "Den Präsenzunterricht beginnen wir mit den Klassen eins und vier. Voraussichtlich in der ersten Märzwoche wechseln wir dann zu den Klassen zwei und drei", so die Rektorin. Die beiden Klassen sind in jeweils zwei Lerngruppen eingeteilt. Jede Lerngruppe kommt täglich für zwei Stunden zum Unterricht an die Schule. "Neben dem Präsenzunterricht der beiden Jahrgangsstufen eins und vier gibt es außerdem für alle Klassen das Angebot der Notbetreuung. Glücklicherweise können wir hierfür die Räume des SFZ Nordost mitbenutzen", berichtet Anneliese Müller.

Um die Infektionsgefahr möglichst gering zu halten, empfehlen die Schulen auch den Kleinen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, eine Pflicht für Schüler besteht im Gegensatz zu den Lehrern jedoch nicht. Darüber hinaus können sich Beschäftigte in Betreuungseinrichtungen bis zu den Osterferien zwei Mal pro Woche kostenlos einem Antigenschnelltest unterziehen. Um Apotheken und Ärzte vor Ort zu entlasten, schickt beispielsweise die Stadt Lahr zunächst drei mobile Impfteams in alle pädagogischen Einrichtungen – als Übergangslösung, bis Selbsttests zur Verfügung stehen.

Offenburg: Mobile Impfteams in die Schulen

Die Stadt Offenburg will ab dem 1. März ebenfalls mobile Impfteams einsetzen. Bereits seit dem 1. Februar bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit dem DRK für pädagogische Mitarbeiter einen freiwilligen Antigenschnelltest in einem zentralen Testzentrum an, seit Montag gibt es vier dezentrale Zentren, die vom DRK und den Maltesern betreut werden. Die wöchentliche Testkapazität liegt bei rund 900. Die Stadt Kehl hat am Donnerstag in der Stadthalle ein Corona-Schnelltestzentrum in Betrieb genommen. Dort können sich alle Kehler sowie Grenzpendler montags, donnerstags und samstags kostenlos testen lassen.

Schon im November hat die Feuerwehr Kehl auf ihrem Gelände eine Schnellteststation eingerichtet. Dort konnten sich bislang Mitarbeiter der Stadt sowie in der Notbetreuung eingesetzte Erzieher testen lassen. Auch in Friesenheim sollen neben dem Lehrpersonal Erzieher sowie kommunales Personal getestet werden. Die Gemeinde wird Testteams mit jeweils zwei Personen bilden, die regel-mäßig in die insgesamt 14 Schulen und Kindergärten gehen und die Tests durchführen. Die Gemeinde hat dafür bereits 3.700 kostenlose Tests beim Land Baden-Württemberg bestellt.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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