Ausflugstipp in Schramberg
Auto- und Uhrenmuseum

In den 50er-Jahren gehörten sie in den Städten noch zum Straßenbild: Verkehrspolizisten.
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  • In den 50er-Jahren gehörten sie in den Städten noch zum Straßenbild: Verkehrspolizisten.
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Früher wurden in dem inzwischen denkmalgeschützten Industriegebäude der Hamburg-Amerikanischen-Uhrenfabrik – kurz H.A.U. – Zeitmesser produziert. Und noch immer stehen dort unter anderem Maschinen, Gerätschaften des Entwicklungslabors, die alte Telefonzentrale sowie natürlich unzählige Uhren, die am Standort entstanden sind. Längst sind sie aber nicht mehr im Gebrauch, sondern veranschaulichen als Ausstellungsstücke den Besuchern die Zeitreise durch 200 Jahren Uhrengeschichte im Auto- und Uhrenmuseum in Schramberg.

Insgesamt gibt es dort fünf Stockwerke zu besichtigen und die Besucher fahren mit dem Aufzug erst einmal ganz nach oben. Hier dreht sich nicht nur alles um die Geschichte der Zeitmesser im Schwarzwald, sondern auch um die Gründung sowie Entwicklung der Unternehmen Junghans und H.A.U. sowie der Produktion dort.

Themenwechsel dann im dritten Obergeschoss: "Not macht erfinderisch" sind die Nachkriegsjahre zwischen 1945 bis 1950 überschrieben. Ein Stahlhelm wurde zum Salatsieb umfunktioniert, eine Gasmaskenbüchse diente als Kaffeekanne. Autos fuhren mit Holzvergaser, Fahrräder hatten oft keine mit Luft aufgepumpten Schläuche, sondern dicke Gummireifen. Motorisierte Lastendreiräder, Eigenbauten und Invalidenfahrzeuge werden gezeigt, ebenso wie Kleinstrolle oder der VW Käfer.

Während der Aufbaujahre von 1950 bis 1955 wollten alle Autos. Wer erinnert sich noch an NSU-Fiat, Fulda-Mobil oder DKW/Audi, Champion oder Lloyd? Im zweiten Obergeschoss gibt es zahlreiche Modelle. So geht es Stockwerk um Stockwerk bis 1970 durch die Vergangenheit mit ihren Fahrzeugen, aber auch Werkstätten, Geschäften und Wohnräumen. Die erste Radaranlage in Baden-Württemberg ist ebenso zu sehen wie Automaten aller Art. Man muss keineswegs ein Technikfan sein, um Spaß im Museum zu haben. Der Charme der Ausstellung liegt in der Fülle der Erinnerungen, aber auch im Staunen darüber, was es früher so alles gab.

Info: Das Museum ist bis 31. Oktober Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, vom 1. November bis 14. März von 10 bis 17 Uhr, letzter Einlass eine Stunde vor Schließung. Der Eintritt kostet 6,50 Euro, ermäßigt fünf Euro, für Schüler von sehcs bis 15 Jahre vier Euro. Es gibt außerdem Kombitarife mit anderen Museen in Schramberg. Mehr erfahren Interessierte unter http://www.auto-und-uhrenwelt.de. Das Museum befindet sich in Schramberg im Gewerbepark H.A.U. 3/5 und ist ausgeschildert.
Anne-Marie Glaser

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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