Die Glosse im Guller
Eine große Portion Nachos gegen Xenophobie
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Ach, der Super Bowl in den USA. Selbst weniger Footballinteressierte merken spätestens im Supermarkt, wenn dieses großartige Ereignis wieder ansteht. Da gibt es dann sogar in Deutschland Super-Bowl-Angebote. Was wäre ein Football-Finale vor dem Fernseher auch ohne die in den USA so beliebten Nachos? Sehr populär ist dort ebenfalls Chili con Carne, weil es sich prima vorbereiten lässt. Man will ja nicht die Halbzeit-Show verpassen. Was da immer passiert! Unvergessen: "Nipplegate" 2004, als Justin Timberlake die Korsage von Duettpartnerin Janet Jackson zerriss. Der Anblick ihrer nackten Brust traumatisierte halb Amerika.
Bad Bunny
Dieses Jahr ereilte der Schock viele konservative US-Bürger bereits im Vorfeld. Denn Bad Bunny war angesagt. Natürlich störte sich kaum einer an seiner Geburt in Puerto Rico. Aber das böse Häschen singt grundsätzlich nur auf Spanisch. Das geht doch gar nicht bei so einer uramerikanischen Veranstaltung. Da bleibt manchem braven US-Bürger doch der Nacho im Hals stecken.
Migrationspolitik
Trump fand den Auftritt dann auch furchtbar. Ich habe die Show nicht gesehen, aber sie soll von versteckten Botschaften nur so gestrotzt haben. Selbst weniger kluge Köpfe wollen wohl jede Menge Kritik an Trumps Migrationspolitik erkannt haben. Was für ein heimtückisches Häschen aber auch.
Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet in den USA Xenophobie so verbreitet ist. Wie wäre es mal mit ein bisschen Ahnenforschung? Die Pilgerväter kamen, weil sie in England wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Viele irische, deutsche oder italienische Einwanderer waren Wirtschaftsflüchtlinge. Allerdings haben die Neuankömmlinge den Ureinwohnern übel mitgespielt. Vielleicht haben die Rednecks Angst, die Geschichte könnte sich rächen.
Ob sie wohl wissen, dass ein Mexikaner die Nachos erfunden hat? Wahrscheinlich nicht – so etwas würden sie doch sonst nie während des uramerikanischen Super Bowl naschen.











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