Agentur für Arbeit unterstützt berufsbegleitende Qualifizierung
In Betrieben schlummern oft die fehlenden Fachkräfte

Für die berufliche Qualifizierung ist es nie zu spät. 

Offenburg (an). Ohne Frage besteht auch in vielen Betrieben der Ortenau ein Fachkräfteengpass. Doch allzu oft schlummern die fehlenden Fachkräfte in den Betrieben selbst. Das unterstreicht auch Horst Sahrbacher, Chef der Agentur für Arbeit in einem Gespräch mit dem Stadtanzeiger-Verlag. "Mit einer Steigerung um zwei Prozent seit 2009, gibt es aktuell im Ortenaukreis 176.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Davon sind rund 25.000 ohne Berufsabschluss."

Diese Zahlen würden zeigen, dass hier eine große Chance bestehe, den Fachkräftebedarf intern in den Unternehmen zu lösen, mutmaßt Stephan Wilcken, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit. "Ich bin mir sicher, dass sich der Engpass durch die Digitalisierung, Stichwort Industrie 4.0, noch verschärfen wird." Auch hierzu bedürfe es der Qualifizierung der Mitarbeiter.
Horst Sahrbacher sieht die Agentur für Arbeit in Offenburg dahingehend gut aufgestellt. "Alt oder jung, inklusiv, un- oder angelernt oder ohne Berufsabschluss: Durch Qualifikation kann man zu jedem Zeitpunkt des Lebens gewinnen." Daher sei es klug, die Angebote der Agentur für Arbeit zu nutzen – gut für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Oft gingen gerade junge Menschen im Übergang von der Ausbildung zum Beruf "verloren", stünden ohne Abschluss da, gibt Stephan Wilcken zu bedenken. Auch hier greife das Angebot der Agentur für Arbeit und der Abschluss könne nachgeholt werden.

Die angebotenen Qualifizierungsmaßnahmen, mit ganz individuellen Ansprüchen, gebe es schon seit Frühjahr, solle jetzt aber auch bei den Entscheidern in den Unternehmen stärker in den Fokus gerückt werden. "Arbeitgeberverbände und Agentur für Arbeit sehen darin eine Wichtigkeit", unterstreichen Horst Sahrbacher und Stephan Wilcken. Unterstützt werden die Maßnahmen von der Agentur für Arbeit nach dem Motto "Qualifizierung in die Zukunft anstatt Arbeitslosigkeit".

Das Ziel dabei sei, den Betrieben aus dem Stamm ihrer Belegschaft die Fachkräfte zur Verfügung zu stellen, die sie aktuell benötigen und zukünftig benötigen werden. Es entstehe also eine Win-Win-Situation. "Die Arbeitsagentur beteiligt sich an den Lohnkosten – selbst in Teilzeit", So Sahrbacher
"Lebenslanges Lernen steht als Maß aller Dinge", betont der Chef der Agentur für Arbeit Offenburg. Es gelte jetzt nur dies zu nutzen, vor allen Dingen von Menschen ohne Berufsqualifikation.

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