Integrationspreis vom Landratsamt
Zwei engagierte Handwerksbetriebe

Frank Neumann (l.), Geschäftsführer von Achertäler Druck, und der Auszubildende Somar Albeiruti nahmen mit Freude den Integrationspreis 2020 entgegen.
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  • Frank Neumann (l.), Geschäftsführer von Achertäler Druck, und der Auszubildende Somar Albeiruti nahmen mit Freude den Integrationspreis 2020 entgegen.
  • Foto: Achertäler Druck
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Ortenau (st). Das Landratsamt und die Sparkasse Offenburg/Ortenau haben zum siebten Mal den Integrationspreis Ortenau vergeben. Während bisher hauptsächlich ehrenamtliche Initiativen, Sportvereine, kirchliche Projekte oder Schulklassen ausgezeichnet wurden, wurde der Preis in diesem Jahr für Handwerksbetriebe ausgeschrieben.

Achertäler Druck und "WeberHaus" geehrt

Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs sind die Achertäler Druckerei in Kappelrodeck und "WeberHaus" in Rheinau-Linx. Die Preisurkunden und Glückwünsche, die Landrat Frank Scherer und die Sparkasse Offenburg/Ortenau üblicherweise im Rahmen der Einbürgerungsfeier des Ortenaukreises an die Preisträger überreichen, wurden dieses Jahr coronabedingt per Post übermittelt.

Außergewöhnliche Ideen umgesetzt

„Vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels haben wir dieses Mal gezielt Handwerksbetriebe ausgezeichnet, die sich für die Ausbildung und Beschäftigung von Zugewanderten stark machen und mit außergewöhnlichen Ideen und Projekten ihre ausländischen Mitarbeiter in die Arbeitswelt einbinden“, erklärt Landrat Frank Scherer. „Denn Arbeit zu haben und dafür Wertschätzung zu erfahren, sind ganz wesentliche Voraussetzungen für eine gelingende Integration“, so der Landrat weiter.

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das im März 2020 in Kraft trat, sei ein wichtiger Baustein für die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland, denn es vereinfache und beschleunige die Einwanderung von ausländischen Fachkräften. Dennoch seien hier die Gesellschaft, aber auch Arbeitgeber gefragt, damit ausländische Arbeitskräfte und deren Familien bestmöglich integriert werden können.

„Mit der Achertäler Druckerei und mit 'WeberHaus' würdigt der Preis zwei vorbildliche Handwerksbetriebe aus dem Ortenaukreis, die auf herausragende Weise zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund beitragen und soziale Verantwortung übernehmen“, freut sich Scherer. Über die Preisvergabe entschied eine Jury, besetzt aus Mitarbeitern des Migrationsamts und der Sparkasse Offenburg/Ortenau. Die Integrationskonzepte der beiden Gewinner wurden jeweils mit Preisgeldern von 1.500 Euro honoriert, die von der Sparkasse Offenburg/Ortenau gestiftet wurden.

Achertäler Druckerei

Die Achertäler Druckerei in Kappelrodeck habe, so die Jury, nicht zuletzt deshalb überzeugt, weil sie als langjähriger Partner der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis schon zahlreichen Menschen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt gegeben habe. So bietet sie etwa geflüchteten Menschen mit technischer Vorbildung Qualifizierungsmaßnahmen und Ausbildungsplätze an und unterstützt Auszubildende durch Sprachförderung, bei der Wohnungssuche und bei Ämtergängen.

"WeberHaus"

Dem Malereibereich der Firma "WeberHaus" gelte insbesondere für seine erfolgreiche Projektarbeit mit InVia, dem Katholischem Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in Freiburg, und dem Jugendmigrationsdienst Lob und Anerkennung, so das Juryurteil. Dabei habe man Migranten und Menschen mit Fluchterfahrung im Alter von 16 bis 25 Jahren Praktikums- und Ausbildungsplätze im Malerhandwerk zugänglich gemacht, diese im Spracherwerb, bei der Wohnungssuche und bei Behördengängen unterstützt sowie deren Integration in Sportvereine gefördert.

Auch im kommenden Jahr soll es wieder einen Integrationspreis geben. Die Zielgruppen des Preises sollen fortan jährlich variieren. Der Ausschreibungstext und das Bewerbungsformular werden im Frühjahr in den lokalen Medien und auf der Internetseite des Landratsamtes veröffentlicht.

Frank Neumann (l.), Geschäftsführer von Achertäler Druck, und der Auszubildende Somar Albeiruti nahmen mit Freude den Integrationspreis 2020 entgegen.
Ralf Koptisch, Leiter des Malerbereichs bei "WeberHaus" in Rheinau-Linx, freut sich über den Integrationspreis 2020.
Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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