Videofahrzeug der Polizei unterwegs
Kontrolle auf der A5

Ortenau (st). Einige Verkehrsteilnehmer mussten am Montagmorgen ihrer Ignoranz zu bestehenden Verkehrsvorschriften mit teilweise empfindlichen Bußgeldern Tribut zahlen. Das Videofahrzeug des Verkehrsdienstes Offenburg rückte am Montagmorgen aus, um die Verkehrsmoral auf der A5 in den Fokus zu nehmen.

"Elefantenrennen" und Abstandsverstöße

Innerhalb von etwa sechs Stunden mussten die eingesetzten Beamten bei zehn Fahrern mitunter schwerwiegende Verfehlungen in Bezug auf die geltenden Verkehrsregeln beanstanden. Bei zwei Brummifahrern führte ihr Abstandsverhalten zu einem Anstieg ihres Punktekontos in Flensburg. Zwei weitere Fahrer von Schwerlastfahrzeugen überholten trotz bestehenden Verbots und behinderten durch ihr "Elefantenrennen" den übrigen Verkehr. Die Fahrvorgänge wurden entsprechend dokumentiert und umgehend unterbunden. Alle vier Berufskraftfahrer mussten ihre Kreditkarten zücken, um eine Sicherheitsleistung zu hinterlegen, bevor sie ihre Fahrt fortsetzen konnten.

Der Fahrer eines spanischen Transporters überschritt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h um das Doppelte. Neben einem erheblichen Bußgeld wird der Fahrzeugführer für einige Zeit einen Umweg um Deutschland machen müssen, da er auf dem Bundesgebiet kein führerscheinpflichtiges Fahrzeug mehr führen darf. Zwei weitere Autofahrer mussten ihre eilige Fahrt ebenfalls unterbrechen und erwarten neben einem Punkteanstieg zusätzlich unangenehme Post von der zuständigen Bußgeldstelle.

Drei andere Fahrzeugführer müssen für den jeweils unterschrittenen Abstand zum Vorausfahrenden nun die Konsequenzen hierfür tragen. Anhand der gefertigten Videoaufnahmen wurde den Betroffenen mit auf den weiteren Weg gegeben, dass der Abstand zum Vordermann die Hälfte der gefahrenen Geschwindigkeit betragen sollte. Einem Fahrer eines kleinen Familienvans konnte anhand der Videodokumentation die Gefährlichkeit seines Fahrverhaltens vor Augen geführt werden. Er hatte über eine längere Fahrstrecke den Windschatten eines vor ihm fahrenden Kleinwagens gesucht und muss nun neben einem empfindlichen Bußgeld auch mit einem mehrwöchigen Fahrverbot rechnen.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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