Tomi Ungerer und Thomas Nast-Ausstellung im Simplicissimus-Haus Renchen
Ein künstlerischer und auch kritischer Blick auf Amerika

Bernd Siefermann (v. l.), Michael Schmidt, Dr. Thérèse Willer, Christine Kohl-Langer, Sabine Berger und Julia Wyssling
  • Bernd Siefermann (v. l.), Michael Schmidt, Dr. Thérèse Willer, Christine Kohl-Langer, Sabine Berger und Julia Wyssling
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  • hochgeladen von Matthias Kerber

Renchen (jtk). Den Anfang des Jahres verstorbenen Grafiker, Schriftsteller und Illustrator Tomi Ungerer und den deutsch-amerikanischen Karikaturisten Thomas Nast (1840-1902) trennt ein Jahrhundert. Ihre satirischen Karikaturen, in denen sie mit kritischem, manchmal zynischem Ton ihren Blick auf Amerika zeigen, verbindet heute beide mehr denn je.

Deutsch-französische Satire

Die dritte Ausstellung der Reihe zur deutsch-französischen Satire, die seit 2017 vom Eurodistrikt Straßburg-Ortenau gefördert wird und unter der wissenschaftlichen Schirmherrschaft des Tomi-Ungerer-Museums Straßburg steht, begann jetzt im Simplicissimus-Haus Renchen. „Nach Wochen der Vorbereitung freue ich mich auf die Eröffnung der Ausstellung“, sagt Bernd Siefermann, Bürgermeister von Renchen und verweist auf die ausgezeichnete Kooperation mit Straßburg. Michael Schmidt vom Eurodistrikt wünscht sich eine Verlängerung des auslaufenden Kooperationsvertrages: „Wir brauchen mehr Europa und mehr Power in den grenzüberschreitenden Bereichen Politik, Sport und Kultur.“

Nast entwirft Parteilogos

Thomas Nast wanderte mit sechs Jahren in die USA aus und ist nach wie vor dort noch sehr bekannt. Christine Kohl-Langer vom Thomas-Nast-Verein Landau weist auf die Bedeutung dieses berühmten Landauer Sohnes hin: „Er begründete in New York die politische Karikatur und hat den politischen Parteien der USA ihre Symbolfiguren hinterlassen: Den Elefanten den Republikanern, den Esel der demokratischen Partei. Durch die amerikanische Politik sagt uns Thomas Nast heute noch was!“ Dr. Thérèse Willer vom Tomi-Ungerer-Museum Straßburg weist auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Künstler hin: „Technik und Stil stellen einen großen Unterschied dar, aber den kritischen Blick auf Amerika haben beide gemeinsam. Mit dem Kampf gegen Diskriminierung haben sie sich allerdings nicht nur Freunde gemacht.“

40 Werke in der Ausstellung

Mit Leihgaben des Thomas-Nast-Vereins Landau, des Landesbibliothekzentrums Rheinland-Pfalz und des Tomi-Ungerer-Museums zeigt die Ausstellung anhand von 40 Werken und Dokumenten der beiden Künstler den jeweils zeitgenössischen Blick auf die amerikanische Gesellschaft und Politik.
Die Ausstellung im Simplicissimus-Haus Renchen, Hauptstraße 59, ist bis zum 15. September an Sonn- und Feiertagen von 15 bis 18 Uhr, am Freitag von 18 bis 21 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro, Schüler, Student und Schulklassen sind frei.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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