Grimmelshausen-Kunstpreis
Jury wählt Werke für die Ausstellung aus

Stephanie Bartsch (v. l.), Bürgermeisterin Renchen, Klaus Brodbeck, Vorsitzender Grimmelshausenfreunde, Dr. Christian Juranek, Kurator des Simplicissimus-Hauses, und Dr. Therese Willer, ehemalige Leiterin des Tomi-Ungerer-Museums in Straßburg, wählte die Kunstwerke aus. | Foto: Stadt Renchen/Sabine Berger
  • Stephanie Bartsch (v. l.), Bürgermeisterin Renchen, Klaus Brodbeck, Vorsitzender Grimmelshausenfreunde, Dr. Christian Juranek, Kurator des Simplicissimus-Hauses, und Dr. Therese Willer, ehemalige Leiterin des Tomi-Ungerer-Museums in Straßburg, wählte die Kunstwerke aus.
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Renchen (st) Die Jury des Kunstpreises „Simplicissimus reloaded – Moderne Kunst im Dialog mit Grimmelshausen“ hat ihre erste Auswahl getroffen: Aus insgesamt 60 Einreichungen von Künstlern aus Baden-Württemberg und dem Elsass wurden 25 Werke ausgewählt, die ab 15. Oktober 2026 im Simplicissimus-Haus in Renchen ausgestellt werden.

Höhepunkt des Jubiläumsjahres

Der Kunstwettbewerb, den die Grimmelshausenfreunde gemeinsam mit der Stadt Renchen ausgeschrieben haben, ist ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres zum 350. Todestag von Johann Jakob Christoph von Grimmelshausen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Aktualität Grimmelshausens Themen heute besitzen. Ausgehend von Motiven des Simplicissimus – Krieg, Täuschung, Vergänglichkeit, Erkenntnis und Wandel – setzen sich die Künstler mit Fragen auseinander, die bis in die Gegenwart reichen: Wie entstehen Wahrheit und Wirklichkeit? Wie verändern Medien unseren Blick auf die Welt? Und welche Orientierung bietet Kunst in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche?

Der Jury gehören Stephanie Bartsch, Bürgermeisterin der Stadt Renchen, Dr. Therese Willer, ehemalige Leiterin des Tomi-Ungerer-Museums in Straßburg, Dr. Christian Juranek, Kurator des Simplicissimus-Hauses, sowie Klaus Brodbeck, Vorsitzender der Grimmelshausenfreunde, an. In mehreren strukturierten Bewertungsrunden wurden die Werke nach zuvor festgelegten Kriterien betrachtet, miteinander verglichen und sorgfältig eingeordnet. In einer zweiten Sitzung im Oktober wird die Jury entscheiden, welche drei der nominierten Arbeiten mit dem Kunstpreis ausgezeichnet werden.

„Die große Zahl und die hohe Qualität der Einreichungen zeigen eindrucksvoll, dass Grimmelshausens Werk auch 350 Jahre nach seinem Tod nichts von seiner Aktualität verloren hat. Es ist beeindruckend zu sehen, wie zeitgenössische Künstler seine Gedanken und Themen aufgreifen und in ganz eigene Bildsprachen übersetzen“, sagt Bürgermeisterin Stephanie Bartsch.

Mit der Beteiligung von Künstlern aus Baden-Württemberg und dem Elsass knüpft der Kunstpreis zugleich an die langjährige grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Region an. Die Ausstellung macht sichtbar, wie Kunst kulturelle Grenzen überwindet und den Dialog zwischen den beiden Rheinufern fördert.

Die Ausstellung „Simplicissimus reloaded“ ist vom 15. Oktober 2026 bis zum 31. Januar 2027 im Simplicissimus-Haus in Renchen zu sehen. Die drei Preisträger des Kunstpreises werden im Rahmen der Ausstellungseröffnung bekannt gegeben.

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