Hochwasserrückhalteraum Freistett/Rheinau/Kehl
Bürgerinformation zu Beginn der Planung

Rund 100 Bürger waren zur Informationsveranstaltung über den geplanten Hochwasserückhalteraum in die Stadthalle Freistett gekommen.
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Rheinau-Freistett (gro). 13 Rückhalteräume in Baden-Württemberg sind im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms geplant. Ein Teil von ihnen, wie der Polder in Altenheim oder das Kulturwehr Kehl, sind bereits in Betrieb, an einigen wie dem Polder Elzmündung wird noch gebaut, weitere wie Breisach/Burkheim sind in Planung und andere befinden sich noch in der Vorplanung. Das trifft auf den Rückhalteraum Freistett/Rheinau/Kehl zu. Das Regierungspräsidium Freiburg hatte die Bürger aus beiden Städten zu einer ersten Informationsveranstaltung in die Freistetter Stadthalle eingeladen. 

"Wir haben noch keine fertige Planung", machte Harald Klumpp, Referatsleiter Integriertes Rheinprogramm, deutlich. "Wir bieten ihnen die Gelegenheit, sich ein Bild zu machen, was kommen wird. In diesem frühen Stadium der Planung haben sie die Chance, noch Einfluss zu nehmen." Ziel sei es, die Grundplanung zu zeigen und Anregungen der Bürger mit zu nehmen. "Es wird weitere Themenabende geben", versprach Klumpp.

Bevor die rund 100 Bürger aus Rheinau und den nördlichen Kehler Stadtteilen Leutesheim und Auenheim sich an sieben Marktständen über Details informieren konnten, ließ Torben Ott, Leiter der Projektgruppe IRP, die Geschichte der Rheinbegradierungen Revue passieren. Stefan Martin, Projektleiter für den Rückhalteraum Freistett/Rheinau/Kehl, zeigte die Grundplanung auf: "Der Rückhalteraum wird sich von Rheinkilometer 209 bis 212 erstrecken, also über das Gebiet von Leutesheim im Süden über Honau, Diersheim, Rheinbischofsheim und Freistett." Der Plan sei, den Raum zwischen dem bestehenden Rheindamm und den ehemaligen Tulla-Dämmen zu nutzen. Dazu müssten die Dämme ertüchtigt und die Durchlässe geschlossen werden. In Leutesheim soll ein Einlassbauwerk gebaut, in Freistett ein Auslassbauwerk am Damm zur L87 errichtet werden. Hinzu kämen verschiedene Regelungsbauwerke. Es müssten Pumpwerke für die Zuläufe des Rheins gebaut und sichergestellt werden, dass der Grundwasserspiegel in den angrenzenden Ortschaften nicht steige. Das Rückhaltevolumen soll bei neun Millionen Kubikmeter Wasser liegen.

Im Anschluss hatten die Zuschauer die Gelegenheit, den Experten an sieben Marktständen Fragen zu stellen. Dabei interessierte natürlich die Technik, vor allem die Frage, ob diese sicher sei. Als ungefährer Zeitplan wurde genannt, dass die Planfeststellung bis 2020 erfolgen solle und der Bau schon 2028 beendet sein soll. Wie die Freizeitgestaltung dadurch gestört werde oder wie der Zustand der Tulla-Dämme festgestellt werde, interessierte. Die Auswirkungen auf das Tanklager Honau und wie dies geschützt werde, wurden kritisch hinterfragt, besorgt waren die Bürger, ob es durch die ökologischen Flutungen mehr Stechmücken gebe. Die Fragen, welche Schädigungen beim Fischbestand zu erwarten seien und wer den Müll, der durch das Wasser angeschwemmt werden könne, entsorge, bewegten die Zuhörer.

Rund 100 Bürger waren zur Informationsveranstaltung über den geplanten Hochwasserückhalteraum in die Stadthalle Freistett gekommen.
An Marktständen konnten die Bürger den Experten Fragen stellen. 
Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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