Bisheriger steriler Flussverlauf soll wieder naturnäher werden
Rench soll sich wieder bis Mündung schlängeln

Die Rench bei Memprechtshofen: Der derzeit strukturarme und wenig berauschende Flusslauf soll völlig neu und naturnah gestaltet werden.
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Ortenau (job). Vor knapp 20 Jahren wurde die Alte Rench bei Memprechtshofen oberhalb des Mühlenwehrs umgestaltet und renaturiert. Dies war eine von vielen Maßnahmen im Rahmen der „Acher-Rench-Korrektion. Seit etlichen Jahren engagiert sich auch die IG-Rench, ein Zusammenschluss von Anglervereinen entlang der Rench, für eine Renaturierung dieses Flusses und der Verbesserung des ökologischen Gesamtzustandes. Seit der Renaturierung am Oberlauf bei Memprechtshofen hat sich dann allerdings nicht mehr viel getan. Bis der Angelsportvereins Memprechtshofen das Thema aufgriff. Plötzlich hieß es auch aus dem Regierungspräsidium, noch in diesem Jahr sollen Vorplanungen für eine Renaturierung des Renchabschnitts zwischen Memprechtshofen und Helmlingen anlaufen.

Untersucht werde der Gewässerabschnitt vom Zusammenschluss von Rench und Flutkanal bei Memprechtshofen bis unterhalb der Renchbrücke bei Helmlingen. Sowohl die Belange des Hochwasserschutzes und des Naturschutzes und als auch allgemeine ökologische Gesichtspunkte gelte es zu berücksichtigen. Es entstehe ein komplexer Managementplan, der bereits von Beginn an die Beteiligung der betroffenen Kommunen, sonstigen Interessengruppen und eine transparente Öffentlichkeitsarbeit vorsehe. Erfahrungsgemäß würden dann noch einige Jahre ins Land gehen, bis das komplexe Planung- und Genehmigungsverfahren umgesetzt werden könne. Außen vor bei den Überlegungen bleibe der Bereich der Renchmündung in den Rhein.

Dieser Mündungsbereich sei ein "spezieller Fall“, so das Regierungspräsidium. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Rench, seit der Inbetriebnahme der Staustufe Iffezheim, ihr Strömungsverhalten unnatürlich verändert hat. Es kommt immer wieder zu einer „Rückströmung" – das Renchwasser wird vom Rhein wieder flussaufwärts „gedrückt“.

Da sich viele Fischarten, insbesondere bei ihren Wanderbewegungen, an der Strömungsrichtung orientieren und die Gegenströmung, als Leitlinie instinktiv suchen, wird durch die Situation das natürliche Verhalten der Fische negativ beeinflusst. Betroffen davon sind vor allem typische Wanderfische wie Lachs, Meerforelle, Aal oder Meerneunaugen, aber auch andere Fischarten bei ihren Wanderungen zu den Laichgebieten.

Laut Auskunft des Regierungspräsidiums wird sich die Vorplanung wohl eng am Managementplan für das FFH-Gebiet "Westliches Hanauerland/ Vogelschutzgebiet Kehl-Helmlingen“ orientieren. Wenn diese Pläne nur annähernd umgesetzt werden, dann würde der bisherige Verlauf der Rench zwischen Memprechtshofen und Helmlingen ein völlig neues „Gesicht bekommen.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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