Seilbahn-Umfrage
Europa-Park-Projekt begeistert Emmanuel Macron

Der deutsch-französische Medienrummel um Michael Mack war am Dienstagabend groß.
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  • hochgeladen von Daniela Santo

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Das Ergebnis der Umfrage veröffentlichen wir im kommenden Stadtanzeiger am 14. November

Rust (ds). Eigentlich sollte die offizielle Feier zur Ernennung von Michael Mack zum Honorarkonsul der französischen Republik im Mittelpunkt des Dienstagsabends stehen. Doch die Pläne des Europa-Parks, eine Seilbahn über den Rhein nach Frankreich zu bauen, rückten in den Fokus – zumindest der im Traumpalast des Confertainment Centers in Rust anwesenden deutschen und französischen Pressevertreter. Denn schon am Montag waren wenige Stunden nach dem Gespräch zwischen der Familie Mack und dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron in Straßburg erste Fakten zum grenzüberschreitenden Projekt durchgesickert.

"Vor drei Monaten hätten mich manche noch für verrückt gehalten", erklärte Ideengeber Michael Mack am Dienstagabend. Vorausgegangen sind monatelange Gespräche, unter anderem mit den Gemeinden Rust und Ringsheim, über die Infrastruktur des Freizeitparks, wie man einen Großparkplatz entwickeln, den Wasserpark Rulantica an den Park anbinden und die vielen Besucher von der Straße wegbekommen kann.

"Eines Abends hatte ich die Idee, unsere französischen Besucher dort abzuholen, wo sie zu Hause sind", berichtete Michael Mack. Das Seilbahn-Projekt war geboren und begeisterte die Verantwortlichen im Elsass bis hin zum Präsidenten in Paris, der dies sowohl via Twitter als auch in einer persönlichen Nachricht an die Familie Mack betonte. Zumal die Seilbahn über den Rhein nicht mittels staatlicher Gelder realisiert werden soll, sondern einzig und allein eine Investition des Europa-Parks ist, die nicht nur die deutsch-französische Freundschaft fördern, sondern vor allem auch Arbeitsplätze im Elsass schaffen würde.

Naturschutz ist hohe Hürde

Auch vor Ort stießen die ehrgeizigen Pläne auf offene Ohren – sowohl auf deutscher Seite beim Land, im Regierungspräsidium und im Landratsamt als auch auf der anderen Rheinseite in der Verwaltungsregion Grand-Est oder dem dem Rat des Départements Bas-Rhin, deren Vertreter am Dienstagabend unisono das Seilbahn-Projekt lobten. Landrat Frank Scherer sprach von einem "typischen Projekt für den Europa-Park" und einem "Symbol für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit". Er begreift die Seilbahn als Projekt des Öffentlichen Personennahverkehrs, das man unterstützen müsse. "Eine erste summarische Vorprüfung hat Stand heute keinen unüberwindbaren Hindernisse ergeben, die Hürden allerdings sind hoch", so der Landrat, der vor allem auf Belange des Naturschutzes verwies. Schließlich soll die Seilbahn von deutscher Seite in einen groben Korridor zwischen Diebolsheim und Rhinau auf elsässischer Seite führen und damit direkt über die Naturschutzgebiete Taubergießen und Ile de Rhinau.

"Wir wollen und können die genaue Trasse noch nicht verraten, weil dies nicht in unserer Hand liegt", erklärte Michael Mack. Die Trassenführung und deren Höhe sind Teil der Prüfung. "Ob wir bauen dürfen, wird sich in den kommenden zwei bis fünf Jahren zeigen", so Mack weiter, der immer wieder betonte, dass man ganz am Anfang stehe und die Seilbahn zum jetzigen Zeitpunkt eine Vision sei.

Erste Überlegungen, was am Fuße der Seilbahn auf französischer Seite entstehen könnte, hat die Familie Mack trotzdem schon: "Wir wollen eine Übernachtungsmöglichkeit schaffen, ein naturverbundenes Feriendorf für Familien", gab Roland Mack bekannt, der nach eigenen Worten schon seit Jahren darauf angesprochen wird, ob er er nicht auch im Elsass investieren wolle. Dort – und damit außerhalb des Europa-Parks in Rust – auch einen Achterbahn zu bauen, schließt Roland Mack derzeit aber aus.

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