Gemeindepartnerschaften in Italien und im Elsass – reger Austausch
Freundschaft kennt in Sasbach keine Grenzen

Die „Jumelage der Herzen“ lebt und die „Hochzit vun hiewe un diewe“ ist nun auch für die Ewigkeit in Stein gemeißelt. | Foto:  Foto: sp
  • Die „Jumelage der Herzen“ lebt und die „Hochzit vun hiewe un diewe“ ist nun auch für die Ewigkeit in Stein gemeißelt.
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Sasbach. „Benvenuti cari amici“ – „Bienvenue chers amis“ – „Welcome dear friends“ – „Witamy
serdecznie“. In Sasbach werden Gäste in vielen Sprachen begrüßt, aber
alle Freunde und Besucher aus Italien, Frankreich, Polen, Ungarn und
anderen Ländern in der weiten Welt vereint die „Sprache des Herzens“ und
lässt im Ort durch die Gemeinde-Partnerschaften mit Marmoutier in
Frankreich und Mapello in Italien, das Internationale Jugendprojekt
„Eine Welt von Freunden“ sowie die vielen Schulpartnerschaften der
Heimschule Lender immer wieder ein grenzenloses Europa Wirklichkeit
werden.

Deshalb sind die internationalen Aktivitäten seit Jahrzehnten ein besonderes Markenzeichen von Sasbach und Obersasbach,
was sich in diesem Jahr exemplarisch an 45 Jahren Freundschaft „vun
hiewe un diewe“ und 20 Jahren Jumelage mit der Elsassgemeinde Marmoutier
zeigt. Seit 1993 gibt es eine Gemellaggio mit der Gemeinde Mapello und
seit 1995 das in Sasbach entwickelte Internationale Jugendprojekt. Allen
Initiativen gemeinsam ist der Wille und das Bemühen, einen konkreten
Beitrag zur Völkerverständigung und somit zu Frieden und Menschlichkeit
in der Welt zu leisten.

Die „Gemellaggio“ mit der Gemeinde Mapello nahe Bergamo führt bis heute zu einer Vielfalt an kulturellen,
sportlichen, geselligen und vor allem persönlichen Begegnungen in
Sasbach und Mapello. Die Freunde aus Mapello sind – wie jetzt wieder
Ende September – im Dorf stets herzlich willkommen. Seit einigen Jahren
kommen Marktleute aus Mapello und kredenzen beim Sasbacher
Katharinen-Markt Spezialitäten aus ihrem Ort, Sasbacher Händler fahren
nach Italien auf den Weihnachtsmarkt.

Es brauchte 25 Jahre Freundschaft, bis aus der „Ehe ohne Trauschein“ eine fest Bindung
zwischen Sasbach und Marmoutier wurde. Die Geburtsstunde für die „Liebe“
über den Rhein schlug am 4. Juli 1971, als der Chor „Fidelia“
Obersasbach sein 75-jähriges Vereinsjubiläum feierte und die
Waldhornbläser aus Marmoutier den Festgottesdienst mitgestalteten. Die
Begeisterung hierüber war so groß, dass noch an Ort und Stelle mit dem
Vorsitzenden der Waldhornbläser, dem „Motor“ der Freundschaft Edmond
Kalck, eine Fortführung der Kontakte beschlossen wurde. Wichtig ist
beiden Gemeinden das Gedenken an die Gefallenen der Kriege, wie dies
durch das deutsch-französische Gedenken am Turenne-Denkmal durch den
Verein für Kultur und Heimatgeschichte oder Ausstellungen deutlich wird.

Im Jahre 1986 hatte die Grundschule von Obersasbach getreu dem Motto „Lerne die Sprache deines Nachbarn“ erste Kontakte mit der
Grundschule des Partnerorts im Elsass aufgenommen, so dass es auch auf
schulischer Ebene immer wieder zu Begegnungen kommt.

Autor: sp

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