Angedacht: Inge Fleischmann
Weihnachten – mal stiller und innerlicher

Inge Fleischmann

Seit Mittwoch gilt in Deutschland der harte Lockdown. Die Geschäfte sind seither weitgehend geschlossen, Dienstleistungen und die Bewegungsfreiheit sind eingeschränkt. Für viele von uns verlaufen die Vorbereitungen auf Weihnachten anders als sonst und auch das Weihnachtsfest selbst wird anders werden: stiller, besinnlicher und vielleicht auch einsamer.

Das muss nicht das Schlechteste sein. Das bietet die Gelegenheit, mehr Zeit zu Hause zu verbringen und sich auf andere Weise zu erholen. Manch einer nutzt die Zeit zum Lesen, zum Nachdenken und zum Meditieren. Eine Reise nach innen kann auch spannend und interessant sein. Was bewegt und beschäftigt mich gerade? Welche Impulse spüre ich? Was entsteht, wenn ich einmal nichts tue oder mir sogar langweilig ist. Vielleicht passiert dann etwas, womit ich nicht gerechnet hätte.

So jedenfalls geht es Maria, als sie Besuch von einem Engel erhält. Davon hören wir im Schrifttext des vierten Adventssonntags (Lukas 1,26 – 38). Der Engel tritt ganz unerwartet in ihr Leben ein. Er begrüßt Maria auf eine Weise, die ihr fremd ist. Und er bringt ihr eine Botschaft, mit der sie ganz offensichtlich nicht gerechnet hat. Maria ist zwar erschrocken, aber sie lässt sich darauf ein. Sie sperrt sich nicht. Sie gibt Gott Raum, in ihrem Leben zu handeln. Auch wenn sie das vor Herausforderungen stellt. Sie soll ein Kind bekommen, so hat ihr der Engel gesagt. Später wird sie sich gemeinsam mit Josef auf die beschwerliche Reise nach Bethlehem machen.

Weihnachten in Coronazeiten kann uns anregen, bisherige Gewohnheiten zu überdenken und Weihnachten einmal ganz anders zu verbringen – stiller und innerlicher. Das ist die Einladung an uns alle, dem Geheimnis von Weihnachten näher zu kommen und die Weihnachtsbotschaft für uns ganz persönlich zu entdecken. So wie es in einem Gebet heißt: „Mache unser Herz bereit für das Geschenk der Erlösung, damit Weihnachten für uns alle ein Tag der Freude und Zuversicht werde“.

Mit diesem Gebetswunsch grüße ich Sie herzlich.
Inge Fleischmann, Gemeindereferentin, Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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