Dank Sanierung
Acherner Werkstatt für Behinderte wird zukunftsfähig
- Gemeinsam präsentieren die Vertreter der Lebenshilfe (von links) Kirstin Keller (Geschäftsführerin), Frank Breuninger (Vorstandsvorsitzender), Klaus Muttach (Stiftungsbeiratsvorsitzender) und Andreas Hemlein (stellvertretender Geschäftsführer) sowie Oberbürgermeister Manuel Tabor (Bildmitte) das 3,86 Millionen teure Sanierungskonzept für die Werkstatt für Behinderte, mit dem insgesamt 110 Arbeitsplätze in Achern zukunftsfähig gemacht werden sollen.
- Foto: Stadt Achern
- hochgeladen von Matthias Kerber
Achern (st) Mit vereinten Kräften wollen die Lebenshilfe und die Lebenshilfestiftung die umfassende Sanierung der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Achern anpacken und hoffen dabei auf zahlreiche Spenden für die mit 3,86 Millionen Euro veranschlagte Investition. Bei einem Pressetermin wurde das Vorhaben vorgestellt. „Für uns als Stadt ist die Präsenz der Lebenshilfe und ihrer Werkstätten von zentraler Bedeutung. Sie bietet Menschen mit Behinderung verlässliche Strukturen, eröffnet ihnen echte Teilhabe und stärkt damit das soziale Gefüge in Achern“, unterstützt auch Acherns Oberbürgermeister Manuel Tabor das Vorhaben, mit dem die 100 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zuzüglich der zehn Gruppenleitungen gesichert werden sollen.
Frank Breuninger, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe, verwies darauf, dass die Lebenshilfe der Region Baden-Baden/Bühl/Achern in den 60 Jahren ihres Bestehens ein bemerkenswertes Leistungsangebot mit 18 verschiedenen Einrichtungen verteilt auf die gesamte Region aufgebaut habe. Über 1.200 Menschen mit Behinderung jeden Alters und deren Angehörigen biete man Begleitung und Beratung, Förderung und Unterstützung, um Inklusion und Teilhabe in allen Lebensbereichen zu verwirklichen. Zu diesem Angebotsportfolio gehört die 1995 in Betrieb genommene Werkstatt in Achern, in welcher 100 Menschen mit Behinderung und deren zehn Gruppenleiter ihren Arbeitsplatz haben.
Sechsstelliger Spendenbeitrag ist das Ziel
Der Stiftungsbeiratsvorsitzende Klaus Muttach verdeutlichte, dass die Sicherung der Arbeitsplätze für die Menschen mit Behinderung für die Lebenshilfestiftung eines der priorisierten Ziele sei. „Arbeit stärkt das Selbstwertgefühl unserer behinderten Menschen und sie nehmen sich als wichtiger Teil unserer Gesellschaft und Wirtschaft wahr. Deshalb will die Lebenshilfestiftung zum Erhalt der Arbeitsplätze in der Werkstatt Achern beitragen und die Darlehensbereitstellungskosten sowie Brandschutzkosten übernehmen, wofür in den nächsten Monaten Spenden geworben werden sollen“, so Muttach zum Ziel, einen sechsstelligen Spendenbetrag zu sammeln.
Kirstin Keller, Geschäftsführerin der Lebenshilfe, erläuterte, dass es in den drei Werkstätten in Achern, Bühl und Sinzheim etwa 350 Arbeitsplätze gebe. Ein zweijähriger Berufsbildungsbereich biete Einblick in verschiedene Arbeitsfelder. Die Kooperative Berufliche Bildung (KoBV) befähige und begleite für die Integration auf den ersten Arbeitsmarkt oder aber bei einer Beschäftigung in den Werkstätten für Behinderte. Dadurch werde Menschen mit Behinderung eine vergütete Erwerbstätigkeit im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten ermöglicht. Gleichzeitig seien die Werkstätten Auftragnehmer für zahlreiche namhafte Unternehmen der Region.
Ihr Stellvertreter Andreas Hemlein erläuterte das Bauprojekt. Der Austausch der Heizungsanlage und weitere Sanierungsmaßnahmen an dem über 30 Jahre alten Werkstattgebäude seien notwendig, um die Arbeitsplätze an diesem Standort nachhaltig zu sichern. Das von einem Planungsbüro erarbeitete Sanierungskonzept ergab Kosten für die Gesamtmaßnahme in Höhe von 3,86 Millionen Euro. Die Maßnahme soll Mitte des Jahres beginnen.
Oberbürgermeister Manuel Tabor und die Vertreter der Lebenshilfe zeigten sich beim Pressegespräch erfreut, dass alle maßgeblichen Gremien „grünes Licht“ für die Sanierung der Werkstatt für Behinderte gegeben haben und dadurch die Arbeitsplätze für die 100 Menschen mit Behinderung und ihre zehn Gruppenleiter gesichert werden.




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