Tiefgarage beim Rathaus Am Markt
Ladeinfrastruktur wird ausgebaut

Oberbürgermeister Klaus Muttach und der Technische Werkleiter des Eigenbetriebs Stadtwerke Ralf Volz bei der neuen Ladestation in der Tiefgarage beim Rathaus Am Markt
  • Oberbürgermeister Klaus Muttach und der Technische Werkleiter des Eigenbetriebs Stadtwerke Ralf Volz bei der neuen Ladestation in der Tiefgarage beim Rathaus Am Markt
  • Foto: Meike Irslinger
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Achern (st). Die Stadt Achern baut die elektrische Ladeinfrastruktur weiter aus. Nach der Einrichtung der Ladestationen für E-Bikes beim Rathaus Am Markt und der kürzlich gegenüberliegend freigegebenen Ladesäule für E-Autos wurden jetzt in der Tiefgarage beim Rathaus Am Markt zwei weitere Ladepunkte freigegeben. „Derzeit laufen die Vorbereitungen, um zukünftig auch am Parkplatz im Rathaus Illenau E-Fahrzeuge betanken zu können. Dort sollen vier weitere Ladepunkte eingerichtet werden. Und auch bei dem Gestaltungskonzept für den Parkplatz Rosenstraße, das dem Bau- und Umweltausschuss in seiner nächsten Sitzung vorgestellt wird, ist ebenfalls eine E-Lademöglichkeit eingeplant“, kündigte Oberbürgermeister Klaus Muttach weitere Schritte für den Ausbau der Infrastruktur für E-Mobilität in Achern an. Da sich die Stadt zunächst auf Normalladestationen konzentriert, stehen die Parkplätze, bei denen mit längeren Standzeiten gerechnet wird, also Anwohner-Parken, Beschäftigten-Parkplätze sowie Park&Ride-Parkplätze, im Fokus.

Zusammenarbeit mit E-Werk Mittelbaden

Als Partner wird bei der Realisierung sehr eng mit dem E-Werk Mittelbaden zusammengearbeitet und die dortigen Ressourcen für die ständig wandelnden Abrechnungsmodalitäten auf aktuellem Stand genutzt. Der verbrauchte Strom wird mit dem E-Werk Mittelbaden abgerechnet, für den technischen Support erhält das E-Werk Mittelbaden für jeden Ladepunkt eine jährliche Pauschale. Die Ladesäulen sind dem Eigenbetrieb Stadtwerke Achern organisatorisch und finanziell zugeordnet.

OB warnt vor Deckungslücke

Gleichzeitig warnt Oberbürgermeister Klaus Muttach davor, das Allheilmittel gegen den Klimawandel in einem „All-Electric-Ansatz“ und einer Dekarbonisierung zu sehen. „In den letzten 30 Jahren haben wir mühsam eine Kapazität an regenerativem Strom in einer Größenordnung von 300 Milliarden Kilowattstunden aufgebaut. Der Rest des heute verbrauchten Stroms in einer Größenordnung von etwa 600 Milliarden Kilowattstunden stammt aus nuklearen und fossilen Erzeugungsanlagen. Wenn in den nächsten Jahren der Strombedarf selbst bei moderatem Ausbau von E-Mobilität, elektrischer Wärmeanwendung und Digitalisierung nur auf 1.000 Terawattstunden steigen und gleichzeitig Atomkraftwerke und fossile Kraftwerke zu Recht abgeschaltet werden, dann ergibt sich eine Deckungslücke bei der Stromerzeugung mit mindestens 700 Milliarden Kilowattstunden“, so Oberbürgermeister Klaus Muttach.

Energie sparen

Erschwerend komme hinzu, dass beim Ersatz von Grund- und Mittellastkraftwerken durch Wind- und Fotovoltaikanlagen mit ihren erheblich niedrigeren Volllaststunden in etwa die doppelte bis dreifache Leistung installiert werden muss, um die gleiche Strommenge zu erzeugen. „Der Umbau auf ökologische, zukunftsfähige und leistungsstarke Stromerzeugung erfolgt also viel zu langsam und verstärkt die Gefahr der Abhängigkeit vom Ausland“, mahnt das Acherner Stadtoberhaupt. „Energie sparen bleibt die ökologisch nachhaltigste Verhaltensweise und verlangt von uns allen eine gewisse zumutbare Bescheidenheit beim Umgang mit Energie. Vor dieser Wahrheit sollten wir die Augen nicht verschließen“, so der Acherner Rathauschef.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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