Stadt Achern zur Corona-Krise
OB Muttach zieht erstes positives Fazit

Das Klinikpersonal bedankt sich für die überlassenen Schutzmasken.
  • Das Klinikpersonal bedankt sich für die überlassenen Schutzmasken.
  • Foto: Ortenau Klinikum
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Achern (st). „Die vorübergehende Umstellung des Lebens in der Stadt auf den Corona-Modus ist schmerzhaft, aber gelungen. Medizinisch ist die Stadt auf die erwartete Zunahme von Corona-Erkrankten im Krankenhaus vorbereitet. Die Corona-Ambulanz ist in Betrieb und die Schutzausrüstung für Pflegeeinrichtungen wurde verbessert. Der Corona-Krisenstab im Zentrum der Verwaltung arbeitet effektiv, die Gemeinderatsarbeit wurde auf den sitzungsfreien Modus erfolgreich umgestellt, Notfallgruppen in allen Kindertageseinrichtungen und Schulen sind bei Bedarf organisiert, der öffentliche Raum wird überwacht und die Verwaltung bleibt trotz Schließung der Rathäuser für die Bürger erreichbar“, so das positive Fazit von Oberbürgermeister Klaus Muttach mit Blick auf zahlreiche Umstellungen in den vergangenen Wochen.

Kontaktsperren wichtig

Im Zentrum der Bemühungen war in den vergangenen Wochen die Durchsetzung der Kontaktsperren im öffentlichen Raum, damit die Zahl der Neuinfektionen gebremst werden kann. Die Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Achern habe außerordentlich gut funktioniert, der kommunale Ordnungsdienst der Stadt mit Unterstützung der Feuerwehrabteilungen war flächendeckend im Einsatz. Auch wenn die meisten Menschen diszipliniert waren, so mussten doch auch Platzverbote ausgesprochen und Bußgelder in drei- und sogar vierstelliger Höhe verhängt werden.

Medizinische Versorgung steht

Mit Hochdruck wurde in den vergangenen Wochen am Ausbau der medizinischen Versorgung gearbeitet. Neue Intensivplätze wurden geschaffen und Beatmungsgeräte eingerichtet. Mit viel bürgerschaftlichem Engagement wurden unter der Leitung der Personalratsvorsitzenden am Klinikum, Franziska Müller, mehrere tausend Mundschutze genäht. Private und Firmen stellen ihre 3D-Drucker zur Verfügung, um Schutzmasken herzustellen. Schließlich konnten auch für die ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen wichtige Schutzausrüstungen beschafft werden, damit die in der Pflege Tätigen möglichst vor Infektionen geschützt sind. „In unserem Krankenhaus und in unseren Pflegeeinrichtungen wurde in den letzten Wochen gewaltig aufgerüstet und Großartiges im Hauptamt und Ehrenamt geleistet“, zollte der Acherner Rathauschef ein großes Lob.

Sorge um wirtschaftliche Folgen

Bewusst hat man sich dafür entschieden, dass die Rathäuser zwar für den allgemeinen Besucherverkehr geschlossen, alle Beschäftigten aber, soweit keine persönliche Sondersituation vorliegt, uneingeschränkt im Dienst waren. Hierfür gab es aus der Bevölkerung viele positive Rückmeldungen. Und selbstverständlich leistet die eingerichtete Corona-Hotline-Telefonnummer 07841/6421950 unter der Federführung von Franziska Möker wertvolle Dienste für Hilfesuchende. Obwohl keine Gemeinderatssitzungen stattfinden können, ist das Gremium dank regelmäßiger Telefonkonferenzen des Oberbürgermeisters mit den Fraktionsvorsitzenden oder den Ortsvorstehern, durch Umlaufbeschlüsse oder Eilentscheidungen kommunalpolitisch handlungsfähig. Kindertageseinrichtungen und Schulen sind zwar seit dem 17. März geschlossen, aber auch dort sind im Bedarfsfall an jeder Einrichtung Notfallgruppen organisiert. "Sorge bereiten auch die wirtschaftlichen Folgen dieser Corona-Krise. Mit beratender Unterstützung für Finanzhilfen und konkreten Aktionen versucht die städtische Wirtschaftsförderung zu helfen und Umsatzeinbußen abzufedern. Der in der Verwaltung eingerichtete Corona-Krisenstab unter der Leitung des Oberbürgermeisters und von Fachgebietsleiter Arno Sackmann arbeitet effizient, geräuschlos und ist jederzeit auch an Wochenenden flexibel handlungsfähig", heißt es aus dem Rathaus. Durch die erwartete Zunahme von Erkrankten in den kommenden beiden Wochen stehen die größten Herausforderungen der Corona-Krise in Achern noch bevor. "Die in den letzten Wochen geschaffenen Strukturen, die Wirksamkeit der veranlassten Maßnahmen und das bisherige Engagement von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen machen aber Mut, dass wir auch den weiteren Herausforderungen gerecht werden können“, so Oberbürgermeister Klaus Muttach. „Gleichwohl dürfe das mit der Corona-Krise verbundene Leid durch Krankheit, Einsamkeit und Erlahmen des öffentlichen Lebens nicht unterschätzt werden.“

Sorge bereiten auch die wirtschaftlichen Folgen dieser Corona-Krise. Mit beratender Unterstützung für Finanzhilfen und konkreten Aktionen versucht die städtische Wirtschaftsförderung zu helfen und Umsatzeinbußen abzufedern.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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