Klinik-Neubau in Achern
Ortenau Klinikum stellt Förderantrag beim Land

Förderantrag für den Klinik-Neubau in Achern übergeben: (v. l.) Vorstandsvorsitzender Christian Keller, Gesundheitsminister Manne Lucha, Landrat Frank Scherer und Oberbürgermeister Klaus Muttach | Foto: Ortenau Klinikum
  • Förderantrag für den Klinik-Neubau in Achern übergeben: (v. l.) Vorstandsvorsitzender Christian Keller, Gesundheitsminister Manne Lucha, Landrat Frank Scherer und Oberbürgermeister Klaus Muttach
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Achern (st) Das Ortenau Klinikum hat beim Land Baden-Württemberg den Förderantrag für die Gesamtinvestition des Klinik-Neubaus in Achern gestellt. Landrat Frank Scherer und Ortenau Klinikum-Vorstandsvorsitzender Christian Keller überreichten Gesundheitsminister Manne Lucha die umfangreichen Unterlagen. Für den Klinik-Neubau sind Investitionskosten von über 160 Millionen Euro veranschlagt. Nach einem ersten Spatenstich Mitte September werden die Tief- und Rohbaumaßnahmen für den Klinik-Neubau Anfang 2024 beginnen. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2028 geplant.

„Mit der Übergabe des Förderantrags ist ein weiterer Schritt zur sehr zügigen Umsetzung des Neubau-Projekts in Achern getan. Ich bin mir sehr sicher, dass das Land seine Zusage zu einer Förderung mit 60 Prozent der Gesamtinvestitionskosten einhalten wird“, betonte Landrat Frank Scherer.

Modulartige Baustruktur

Der Neubau des Ortenau Klinikums Achern wird am Standort "Brachfeld" in Achern als Grund- und Regelversorger mit 234 Betten gebaut. Die rund 650 Beschäftigten werden im Neubau des Ortenau Klinikums künftig pro Jahr über 30.000 Patienten ambulant und stationär versorgen. In den zentralen Bereichen wird der Neubau über wichtige Kernfunktionen wie die Zentrale Notaufnahme, ein Zentrales Untersuchungs- und Aufnahmezentrum, Zentrale Nachüberwachungseinheiten, ein Zentral-OP, modulartige Pflegebereiche mit Doppelstationsstruktur sowie moderne, offene Dienst- und Kommunikationszonen verfügen. Der Klinikneubau umfasst fünf Ebenen mit einer Nutzfläche von insgesamt rund 14.440 Quadratmetern. Die Planung zeichnet sich durch eine flexible, offene und modulartige Baustruktur aus. Der Klinik-Neubau wird über eine hohe Energieeffizienz verfügen, da der Klinikverbund das Projekt nach dem energetischen Standard eines Effizienzgebäudes 40 (BEG 40) realisieren wird. Damit werden höchste Anforderungen an Gebäudehülle und Energiekonzept umgesetzt und künftig rund zwei Drittel des bisherigen Energieverbrauchs eingespart.

Mitte vergangenen Jahres hatte das Land Baden-Württemberg bereits Fördergelder in Höhe von 6,9 Millionen Euro für die Planungskosten des Klinik-Neubaus in Achern, die sogenannte Planungsrate, bewilligt. Dieser erste Schritt der Förderung bedeutet zugleich auch die Aufnahme in das Landeskrankenhausbauprogramm und die Zusage, dass auch die Gesamtinvestition gefördert wird.

Die Länder sind nach dem Prinzip der „dualen Finanzierung“ gesetzlich dazu verpflichtet die Investitionskosten der Krankenhäuser wie beispielsweise Kosten für Neubauten, bauliche Sanierungen oder neue Großgeräte zu finanzieren. Die Betriebskosten der Krankenhäuser werden von den Krankenkassen getragen.

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