Landräte und OBs tauschen sich aus
Über die Kreisgrenzen hinaus denken

Zu Beginn des dreistündigen Gedankenaustauschs erläuterte Oberbürgermeister Klaus Muttach (l.) die Entwicklung der Illenauwiesen mit Landschaftspark, Markthalle und IT-Campus.  Auf dem neuen Julius-Hirsch-Platz lieferten sich das Team Ortenau und das Team Rastatt unter der souveränen Leitung von Wolfgang Brucker (M.) ein Kicker-Duell, welches das Ortenau Team mit Landrat Scherer und Oberbürgermeister Muttach hauchdünn mit 5:4 für sich entschied.
  • Zu Beginn des dreistündigen Gedankenaustauschs erläuterte Oberbürgermeister Klaus Muttach (l.) die Entwicklung der Illenauwiesen mit Landschaftspark, Markthalle und IT-Campus. Auf dem neuen Julius-Hirsch-Platz lieferten sich das Team Ortenau und das Team Rastatt unter der souveränen Leitung von Wolfgang Brucker (M.) ein Kicker-Duell, welches das Ortenau Team mit Landrat Scherer und Oberbürgermeister Muttach hauchdünn mit 5:4 für sich entschied.
  • Foto: Stadt Achern/Roland Spether
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Achern (st). Die beiden Landräte aus dem Ortenaukreis und dem Landkreis Rastatt, Frank Scherer und Dr. Christian Dusch, sowie die Oberbürgermeister aus Achern und Bühl, Klaus Muttach und Hubert Schnurr, wollen die Projekte von Kreis und Kommunen kreisgrenzenübergreifend enger verzahnen und einen Mehrwert für die Menschen erreichen. Mit dabei beim Gedankenaustausch war der neue Direktor des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, Wolfgang Brucker, der das Treffen zu seinem ersten Antrittsbesuch in einer Kommune nutzte.

ÖPNV

Ein wichtiges Thema bei der Überwindung der Kreisgrenzen sehen die Kommunalpolitiker beim Öffentlichen Personennahverkehr. Frank Scherer und Dr. Christian Dusch erläuterten die bestehenden kreisgrenzenüberschreitenden Buslinien von Offenburg bis Bühl, Bühl bis Freistett oder auch den Regiobus Nationalpark von Baden-Baden bis zum Ruhestein. Der kreisgrenzenüberschreitende Schienennahverkehr führe von Karlsruhe bis Achern. „Grenzüberschreitende Busverbindungen sind essenziell für die Anbindung von Menschen, enge Verknüpfung von Pendler und Schülerströmen elementar wichtig und von großer Bedeutung für den Klimaschutz“, so Frank Scherer. Christian Dusch regte an, auch den Baden Airpark mit einer Buslinie bis nach Kehl an den Öffentlichen Personennahverkehr anzubinden. Die beiden Landräte waren sich einig, dass bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplans im Ortenaukreis und im Kreis Rastatt ein besonderes Augenmerk auf die Abstimmung und Verknüpfung zwischen beiden Landkreisen gelegt werden müsse.

Kreisgrenzenübergreifender Radwegeausbau

Der neue Direktor des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, Wolfgang Brucker, erläuterte die Überlegungen für einen Radschnellweg von Offenburg bis Bühl. Auf dem Hintergrund der Kosten von 23,6 Millionen Euro für die 37 Kilometer lange Strecke regte Brucker an, die Zielbreite im Einzelfall auch pragmatisch festzulegen, um Kosten zu sparen. Das Land müsse bei der Finanzierung dem Radwegeausbau Vorfahrt gewähren und den Bau des Radschnellweges als Bauträger übernehmen, so die Forderung der fünf Kommunalpolitiker bei ihrem Gedankenaustausch. Klaus Muttach und Hubert Schnurr wollten sich dafür einsetzen, dass jenseits des Radschnellweges die Radwegverbindungen kreisgrenzenübergreifend ausgebaut werden. Die Fortsetzung des begonnenen Radweges von Unzhurst bis Großweier ist ein solches Projekt, das dringend fortgesetzt werden muss, so Muttach und Schnurr unisono.

Für eine Krankenhausplanung über die Kreisgrenzen hinaus machten sich die Landräte und Oberbürgermeister gemeinsam stark. Die medizinischen Schwerpunkte abzustimmen, die Möglichkeiten Ressourcen auszuloten und Ressourcen gemeinsam zu nutzen sei ein Auftrag an die Klinikgeschäftsführer der kommunalen Krankenhäuser in Trägerschaft der Landkreise. Die fünf Kommunalpolitiker verständigten sich darauf, den Gedankenaustausch fortzusetzen und ein Treffen im kommenden Jahr in Bühl fest zu vereinbaren. Zur Vernetzung der Regionalverbandsplanung soll dann auch der dortige Regionalverbandsdirektor zusätzlich einbezogen werden.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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