Durchgängigkeit der Acher fertig
Verbesserung für Mensch und Natur

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Achern (st). Die erste Durchgängigkeitsmaßnahme an der Acher nach dem Maßnahmenplan der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Hoheitsgebiet der Stadt Achern ist fertiggestellt und wurde an die zuständigen Fachbehörden gemeldet. Oberbürgermeister Klaus Muttach zeigt sich sichtlich zufrieden, dass mit dem Abschluss dieser Maßnahme nicht nur einer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen wurde, sondern auch mit geringster Belastung des städtischen Haushaltes solch große, merkbare und sichtbare Verbesserungen für Natur und Mensch erzielt werden konnten.

Gelungene Baumaßnahme

Ein letzter Arbeitsschritt war Anfang der Woche die Bepflanzung der durch die Maßnahme beanspruchten Böschungsflächen mit standortgerechten Gehölzen, nachdem die Arbeiten im Gewässer in der vorletzten Oktoberwoche bereits zum Abschluss kamen. Sämtliche Projektbeteiligten können nun am Ende einer teilweise sehr intensiven Bauzeit seit dem Baubeginn im Sommer auf eine gelungene Baumaßnahme zurückblicken.

Neue Gewässersohle

An Stelle des ehemaligen Sohlabsturzes unterhalb der Brücke wurde auf zirka 80 Meter eine neue Gewässersohle mit einem gleichmäßigen Gefälle angelegt und zur Sicherung insgesamt neun Steinriegel fischgrätartig versetzt eingebaut. Über dieses robuste und selbstreinigendes Bauwerk ist nun selbst bei geringem Wasserdargebot die Durchwanderbarkeit für sämtliche Wasserlebewesen ermöglicht. Die Strukturvielfalt des Gewässerbettes wurde im Bereich der Maßnahme über die verschiedenen Fließgeschwindigkeiten und Wasserstände gegenüber dem Vorbestand deutlich verbessert. Mit der einem halben Meter tieferen Lage der Gewässersohle im Bereich der Brücke wurde dort die Durchflusskapazität so verbessert, dass nun die Wassermengen bei einem hundertjährigen Hochwasser die Brücke passieren können.

Leitungsträger gesichert

Im Zuge der Maßnahme wurden die oberhalb der Brücke gewässerkreuzenden Leitungen der Gas- und Stromversorgung von den Leitungsträgern in einer konzentrierten Aktion neu verlegt und damit nachhaltig deren Funktion an dieser baulich schwierigen Stelle gesichert. Die am linken Ufer unterhalb der Brücke angelegte Abfahrt soll dauerhaft am Gewässer erhalten bleiben und dient künftig als Ausgangspunkt für Gewässerunterhaltungs- und Gehölzpflegearbeiten an den ansonsten schwer zugänglichen Bereichen an der Acher. Der mit rund 200.000 Euro veranschlagte finanzielle Projektrahmen konnte eingehalten werden, wovon die Stadt Achern bis zu einem Maximalbetrag von 85 Prozent der anrechenbaren Projektkosten einen Großteil der vorfinanzierten Mittel als Fördermittel vom Land erfreulicherweise zurückbekommt. Der verbleibende Eigenanteil schafft dem städtischen Ökokonto einen Zuwachs von vier Punkten pro verwendeten Euro.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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