Regenrückhaltebecken Brachfeld
Wichtiger Baustein für Hochwasserschutz
- Im Extremfall fasst das Regenrückhaltebecken mehr als 6.870 Kubikmeter Wasser – das entspricht einem Starkregenereignis, wie es statistisch etwa alle 30 Jahre auftritt.
- Foto: Stadt Achern
- hochgeladen von Matthias Kerber
Achern (st) Das Regenrückhaltebecken Brachfeld ist weitgehend fertiggestellt. Vorausgegangen war eine enge Abstimmung mit den Tiefbauarbeiten der Nordspange und dem Bau des Brückenbauwerks. Da sich der beim Aushub anfallende Boden hervorragend für den Unterbau der Brückenrampe eignete, wurde der Bau des Beckens vorgezogen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Achern.
Inzwischen sind das Becken ausgehoben, die Böschungen modelliert und der Pflege- und Unterhaltungsweg fertiggestellt. Die Böschungen wurden bereits mit einer Fettwiesenmischung eingesät und haben sich trotz der heißen Witterung gut entwickelt. Die Ansaat der Sohlbereiche erfolgt während einer der nächsten Regenperioden, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen.
Als Nächstes stehen die Ein- und Auslassbauwerke an. Sie sollen in den kommenden Wochen ausgeschrieben und im Herbst vom Gemeinderat vergeben werden. Je nach Witterung kann sich die Fertigstellung bis ins Frühjahr 2027 erstrecken. Erst mit der Anbindung an das Kanalnetz kann das Becken seine volle Funktion übernehmen.
6.870 Kubikmeter Wasser Fassungsvermögen
Im Extremfall fasst das Regenrückhaltebecken mehr als 6.870 Kubikmeter Wasser – das entspricht einem Starkregenereignis, wie es statistisch etwa alle 30 Jahre auftritt. Das zurückgehaltene Regenwasser wird anschließend kontrolliert und zeitverzögert in den Regenwasserkanal und weiter in Richtung Mühlbach abgegeben. Dadurch werden Kanalnetz und Gewässer bei Starkregen deutlich entlastet.
Das Einzugsgebiet umfasst rund 57 Hektar und reicht von der Hornisgrindestraße über die Bert-Brecht- und Omerskopfstraße bis zur Berliner Straße. Das neue Klinikum ist nicht an das Regenrückhaltebecken angeschlossen.
Im Regelbetrieb bleibt das Becken die meiste Zeit trocken, da bereits der vorgeschaltete Staukanal in der Straßburger Straße große Wassermengen aufnehmen kann. Erst bei außergewöhnlich starken Niederschlägen wird das Becken eingestaut. Bei vollständiger Füllung kann die Entleerung bis zu drei Tage dauern. Aufgrund der maximalen Einstauhöhe von 1,60 Metern wird das Gelände später eingezäunt.
Auch ökologisch wird das Bauwerk gestaltet: Die Böschungen entwickeln sich zu artenreichen Wiesenflächen, später sollen zudem einzelne großkronige, standortgeeignete Bäume gepflanzt werden. Zwar lässt die natürliche Bodenbeschaffenheit keine Versickerung und damit keine Grundwasserneubildung zu, dennoch trägt das Becken durch die verzögerte Wasserabgabe zur Entlastung des Mühlbachs bei und kann das Kleinklima in seiner unmittelbaren Umgebung positiv beeinflussen.



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