Tierschutzverein Kinzigtal hat alle Hände voll zu tun und ist um jede Hilfe dankbar
Die neue Auffangstation nimmt langsam Gestalt an

Das Haus Wieland, ein altes Flößerhaus, wird vom Tierschutzverein Kinzigtal zur Tierauffangstation ausgebaut.
  • Das Haus Wieland, ein altes Flößerhaus, wird vom Tierschutzverein Kinzigtal zur Tierauffangstation ausgebaut.
  • Foto: Agüera
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Hausach (cao). Seit rund zwei Jahren arbeiten die Tierschützer in und um das Flößerhaus in Hausach, das sie zur Auffangstation umbauen. Inzwischen nimmt es konkrete Formen an.
Doch Arbeit gibt es noch genügend, berichtet die Vorsitzende des Tierschutzvereins Kinzigtal, Heike Mayer. Die Kellerdecke ist bereits isoliert worden, jetzt stehen die Bäder an. Eine neue Heizung ist installiert, die Elektrik fehlt noch. Teils sind neue Wasserleitungen verlegt und die Futterküche sowie Quarantänezimmer nehmen bereits Gestalt an. "Bis jetzt sind wir im Budget", erinnert die Vorsitzende an die rund 165.000 Euro, die für den ersten Bauabschnitt veranschlagt sind. Je ein Drittel kommen als Zuschüsse von den Gemeinden sowie vom Land. Den Rest schultert der Verein.
"Rund 100 herrenlose und Fund-Tiere werden pro Jahr aufgenommen und weitervermittelt", überschlägt Heike Mayer. Bisher sind die Tiere alle privat untergebracht gewesen, was vom Veterinäramt nur geduldet gewesen ist. "Logistisch ist das im Moment eine Wahnsinns-Anstrengung, die Tiere unterzubringen", macht die Tierschützerin deutlich.
Von der, für ein solches Vorhaben, tollen Lage, den Räumlichkeiten und Planungen für die neue Anlaufstelle im "Haus Wieland" ist der Tierschutzverein begeistert. Das Flößerhaus in Hausachs Osten bietet genügend Platz und Möglichkeiten zur Versorgung der Tiere, so Heike Mayer. Neben der Tierunterbringung soll ein Behandlungsraum samt Quarantäne-Station sowie ein Bereich für die Verwaltung entstehen: "Alle Möglichkeiten, die eine Tierauffangstation bieten kann". Hier wird der Dreh- und Angelpunkt des Tierschutzvereins sein, denn hier können die Fundtiere aus den einzelnen Gemeinden, mit denen der Tierschutz Kinzigtal vertraglich zusammenarbeitet, betreut und, wenn notwendig, auch tierärztlich versorgt werden. Immerhin umfasst das Gebiet zwölf Gemeinden von Oberharmersbach bis Oberwolfach. 40 Cent pro Einwohner gibt es als "Fundtierkostenpauschale" von jeder Gemeinde für den Tierschutzverein. Als Gegenleistung werden streunende Tiere versorgt und vermittelt, außerdem steht der Verein beratend bei Fragen rund ums Tier zur Seite und gibt Hilfestellung zur Problemlösung. Die erste Versorgung der Fundtiere, eventuell Impfung samt Notfallbehandlung, gehört dazu. "Kastrationen sind mit der Pauschale nicht abgedeckt", erklärt die Vorsitzende, diese Kosten übernimmt der Verein. Hauptsächlich Hunde und Katzen werden in der Auffangstation versorgt. Ein Teich für Wasserschildkröten wird zudem angelegt. "Das ist an Reptilien aber das Äußerste", erklärt Heike Mayer.
Von den rund 230 Mitgliedern sind etwa nur zehn aktiv im Verein, so die Vorsitzende. Für viele helfende Hände dankt das neu gewählte Vorstandsteam des Tierschutzvereins Kinzigtal. "Es steht weiter sehr viel Arbeit an, wir haben noch eine totale Baustelle", betont Heike Mayer. Neben der finanziellen Unterstützung freuen sie sich auch über Sachspenden: "Wir brauchen zwei neue Fenster im Untergeschoss und zwei neue Außentüren". Bis Mitte des Jahres soll der erste Bauabschnitt fertig sein. Sobald dann die Genehmigung vom Veterinäramt da ist, können die ersten Tiere aufgenommen werden.
Heike Mayer ist begeistert von dem neuen "kuscheligen" und kleinen, aber feinen Heim für die Tiere: "Mit dieser neuen Heimat des Vereins in der Hagenbuchstraße 8 können wir den Tierschutz im Kinzigtal endlich wieder voranbringen."

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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