Was steht an in Kappelrodeck, Herr Bürgermeister?
Eine Gemeinde für alle Generationen

Bürgermeister Stefan Hattenbach lobt die gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. | Foto: mak
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Kappelrodeck (mak). Im Schnitt ziehen rund 300 Menschen jedes Jahr nach Kappelrodeck. Die Gemeinde wachse maßvoll, aber nachhaltig. "Es freut uns, dass wir eine attraktive Wohngemeinde sind", sagt Bürgermeister Stefan Hattenbach im Gespräch mit der Stadtanzeiger-Redaktion.

Knapper Wohnraum

Sorgen macht ihm aber diesbezüglich die wie in vielen Städten und Gemeinden im Land vorhandene Wohnungsnot in der Gemeinde, die alteingesessene Familien wie Neubürger gleichermaßen trifft. "Wir haben fünf Bewerber für einen Bauplatz pro Woche", berichtet er. Deshalb möchte er in enger Abstimmung mit dem Gemeinderat ein Neubaugebiet mit rund 40 Bauplätzen entwickeln. "Wichtig ist uns aber eine organische Entwicklung der Gemeinde", erklärt Hattenbach. Besonders attraktiv sei die für die Gemeindegröße überdurchschnittlich gute Infrastruktur, meint der Bürgermeister. Kappelrodeck habe dabei in den vergangenen Jahren einen hohen Jugendquotienten gehabt, gesellschaftliche Überalterung trotz zahlreicher rüstiger Senioren sei also Fehlanzeige.

Neue Kindergartenplätze

"Wir haben sehr viele Kinder in der Gemeinde und wollen die Kindergärten qualitativ weiterentwickeln", betont er, weshalb es in Kappelrodeck neben einem Kinder- und Familienzentrum auch beispielsweise einen Waldkindergarten gibt. Bei den bestehenden Kindergärten sollen alleine 2019 insgesamt bis zu 28 neue Plätze hinzukommen. Darüber hinaus gibt es zwei Grundschulen, eine Werkrealschule und eine Realschule, wo insgesamt rund 790 Schüler unterrichtet werden. Diese Infrastruktur sei wichtig für die weitere Standortentwicklung, erklärt Hattenbach. "Wir wollen aber eine Gemeinde für alle Generationen sein", betont er, weshalb Kappelrodeck auch Pflegeeinrichtungen und Betreuungsangebote für Senioren vorhält.

Hohe Lebensqualität

Ziel sei es, eine hohe Lebensqualität für alle Bürger in jeder Lebenssituation und -phase zu schaffen. Die hohen Standards sollen durch sukzessive Modernisierungen und Weiterentwicklungen von Infrastruktur und Dienstleistungen aufrechterhalten werden. "Unser Ideenspeicher ist voll, aber wir sind eine finanzschwache Gemeinde, weshalb der Spagat zwischen der Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der Bereitstellung der finanziellen Mittel schwierig für uns ist", so der Bürgermeister. Man sei aber findig bei der Beschaffung und Fördermitteln, schmunzelt er. Die gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat helfe bei der Umsetzung von Projekten, so Hattenbach abschließend.

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