Räumliche Trennung gewährleistet
Infekt-Sprechstunde in Schule

Hinter dieser Tür des gemeindlichen Mensa-Gebäudes finden künftig separierte Infekt-Sprechstunden in Kappelrodeck statt.
  • Hinter dieser Tür des gemeindlichen Mensa-Gebäudes finden künftig separierte Infekt-Sprechstunden in Kappelrodeck statt.

  • Foto: Gemeinde Kappelrodeck
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Kappelrodeck (st). "Wir versuchen, Infektionsketten zu unterbrechen, wo auch immer das möglich ist", so Bürgermeister Stefan Hattenbach. Eine Rolle spielen dabei auch die Arztpraxen. Deshalb müssen in den Arztpraxen offensichtliche Infektpatienten von Nichtinfektpatienten streng getrennt werden.

Räumliche Trennung

Eine neue, hundertprozentige räumliche Trennung schafft man in Kappelrodeck, wo Gemeindeverwaltung und Arztpraxis in der aktuellen Sondersituation einen neuen Weg für die Bürgerschaft beschreiten: Die Gemeinde stellt - bis der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann - einen Raum der Schlossbergschule zur Verfügung und hat diesen entsprechend abgetrennt und umgerüstet. Es handelt sich um einen Teil des Flurs im Untergeschoß des Gebäudes der Mensa in der Schulstraße. Dort werden Infektsprechstunden nach hohen medizinischen und entsprechenden hygienischen Maßstäben durchgeführt. Neben der zentralen Lage mit den Parkmöglichkeiten sind es vor allem die kurzen Wege und die funktionale Räumlichkeit, die nach einem Suchlauf für die getroffene Auswahl sprachen. Offen stünde die Nutzung der Räumlichkeit auch weiteren in Kappelrodeck niedergelassenen Hausärzten, so Hattenbach. 

Besondere Maßnahme

"Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Und wenn wir mit innovativen, vertretbaren Mitteln Beiträge zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten können, dann ist das für uns das Gebot der Stunde", so Hattenbach. Es handelt sich dabei um ein Gebäude, das aktuell nicht zur Notfallbetreuung verwendet wird und es findet aktuell auch keine andersgeartete Nutzung des menschenleeren Baus statt.

Telefonische Terminvereinbarung

Die Infekt-Sprechstunden finden nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung und Vorbefragung statt. Die Patienten warten im Auto, in Einzelfällen können zum Beispiel Abstriche im Auto sitzend vorgenommen werden. Sollte der Raum für die Sprechstunde betreten werden müssen, werden die Patienten einzeln per Handyanruf hinein gebeten. Zwischen zwei Patienten wird eine Karenzzeit gewährleistet. Die kassenärztliche Vereinigung hat bereits ihren Segen zum Konzept gegeben, das Gesundheitsamt des Ortenaukreises und der Corona-Krisenstab sind informiert. Erster Ansprechpartner bei allen Infekten ist und bleibt aber der jeweilige Hausarzt.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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