Frank Riebel, Vorsitzender des Cityforums Kehl
"Handel muss künftig auf zwei Füßen stehen"

Frank Riebel, Vorsitzender des Cityforums Kehl

Kehl (rek). Der Einzelhandel mit seinen Geschäften vor Ort in den Fußgängerzonen und anderen Lagen von Städten litt durch die Corona-Krise von Schließungen, wenn er nicht Lebensmittel oder andere systemrelevante Produkte anbot. Von den verhängten Einschränkungen war Kehl besonders betroffen, weil Elsässer nicht über die Grenze kommen zum einkaufen – so ist es bis heute.

"Der Online-Handel funktioniert mittlerweile in jeder Branche, hat er auch schon vor der Corona-Krise, allerdings nur für die Großen", konstatiert Frank Riebel, erster Vorsitzender des Cityforums Kehl. "Für einen Händler vor Ort ist es aus wirtschaftlichen Gründen sehr schwer einen eigenen, konkurrenzfähigen Online-Shop aufzubauen", berichtet Riebel. Hinzu kämen die jährlichen Ausgaben, um einen Online-Shop am Laufen zu halten. "Das ist für einen einzelnen Händler sehr schwer finanzierbar." Positiv sei es für den Händler vor Ort, wenn eine Zusammenarbeit mit Verbänden möglich sei, wie in den Bereichen Sport oder Elektronik.

Viele Händler hätten in den vergangenen Wochen Service-Telefone, Lieferdienste und andere neue Angebote ins Leben gerufen und dann am Leben gehalten. "Dies wurde sehr positiv von Kunden wahrgenommen und wurden so wurden hier zum Teil gute Umsätze generiert", so der Vorsitzende des Verbunds der Kehler Einzelhändler. "Dies hat dem lokalen Handel ein sehr positives Image gegeben", so Riebel.

Das Ergebnis zahle sich aus: "Wer sich also hier als Händler in den vergangenen Wochen intensiv um seine Kunden gekümmert hat, profitiert jetzt und sicherlich auch in Zukunft davon", ist sich Riebel sicher. Das sei unabhängig davon, ob er zusätzlich online verkaufe oder nicht. "Ein sehr gutes Instrument ist auf jeden Fall der Verkauf von unseren Stadtgutscheinen gewesen", nennt Riebel die Kooperation mit der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH Kehl. "Hier kann man sich bei den Kunden nur bedanken, dass sie den Handel durch die Aktion sehr unterstützt haben."

Für die Zukunft, glaubt Riebel, dass der Handel versuchen müsse, auf zwei Füßen zu stehen. Neben dem stationären Angebot sei es trotz aller Umstände wichtig, Online-Handel zu etablieren. "Wenn der Handel diesen Spagat aus Kundenfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Serviceorientiertheit hinbekommt, werden die Unternehmen auch in Zukunft eine Bereicherung für jede Stadt sein und der Kunde wird weiterhin gerne in seiner Stadt einkaufen gehen", setzt Riebel auf die unternehmerische Kraft des lokalen Handels. Seine rhetorische Frage zum Schluss: "Oder können Sie sich eine Innenstadt ohne Handel vorstellen?"

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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