Tipps zur Gestaltung
„Blühendes Kehl" mit erste Vor-Ort-Sprechstunde

Regen Zuspruch fand die erste Sprechstunde der AG Blühendes Kehl in Neumühl.
  • Regen Zuspruch fand die erste Sprechstunde der AG Blühendes Kehl in Neumühl.
  • Foto: Reiner Denz
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Kehl (st). Auf großes Interesse stieß die Garten-Sprechstunde, welche die Arbeitsgemeinschaft „Blühendes Kehl“ in Kooperation mit der Vereinsgemeinschaft Neumühl veranstaltete. Auch aus der Kernstadt und anderen Ortschaften kamen Bürger mit Fragen zu naturnaher und gleichzeitig pflegeleichter Gartengestaltung. Viele davon drehten sich um Schwierigkeiten bei Ansaaten mit ein-, zwei- oder mehrjährigen Blühpflanzen. So wollte ein Herr aus Neumühl wissen, warum das Qualitäts-Saatgut, welches er vergangenes Jahr auf seinem großen Grundstück ausgebracht hatte, fast nicht aufgegangen war – stattdessen dominieren kahle Stellen und unerwünschtes Unkraut, das den Samen keine Chance lässt. Die Ursachen ist wahrscheinlich eine unzureichende Bodenbearbeitung vor der Aussaat gewesen. Der Rat lautete deshalb, die  Fläche nochmals gründlich und mehrmals zu fräsen und es im Herbst oder kommenden Frühjahr mit einer Neuaussaat zu  versuchen. Dabei dürfen die Samen nicht eingerecht, sondern nur angewalzt werden, da sie so klein sind und Licht zum  keimen benötigen. Wichtig ist auch, die Fläche nach Aufgang der Saat gleichmäßig feucht zu halten, damit das Wachstum der Jungpflänzchen in dieser kritischen Phase nicht stockt oder sie im schlimmsten Fall ganz eingehen. 

Viele Fragen beantwortet

Ein Besucher aus Kork hatte in seinem Garten schon zwei Jahre lang erfolglos versucht, ein einjähriges Blumenbeet  anzulegen. Hierbei war möglichweise zu früh oder zu tief gesät worden oder der Standort passte ganz einfach nicht. Oft benötigen die in den Blühmischungen enthaltenen Pflanzen nämlich volle Sonne von morgens bis abends. Deshalb rieten die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Blühenden Kehl, es nicht mehr mit Samen zu versuchen, sondern stattdessen mehrjährige Pflanzen wie Günsel, Beinwell, Akelei, Margerite oder Oregano zu setzen, eventuell in Kombination mit Borretsch, Ringelblumen und anderen Einjährigen. Dadurch entfällt die schwierige Keimungsphase, in der oft ausbreitungsstarke Wildpflanzen wie Ampfer oder Löwenzahn die Oberhand behalten. Welche Pflanzen sich genau eignen, wird später bei einem Beratungstermin vor Ort geklärt, und mit etwas Glück kann der Betroffene als Starthilfe auch gleich ein paar überzählige Pflänzchen aus dem Garten eines Korker AG-Mitglieds erhalten. 

Eine andere Besucherin hatte bereits seit längerem eine klassische Blumenwiese und benötigte Hilfestellung, wie man diese fachgerecht mit der Sense mähen kann. Hierbei konnte auf den NABU verwiesen werden, der Anfang Juli wieder einen Sensen-Kurstag anbieten will. „Ein Glück, dass der Regen der letzten Tage passend aufgehört hat, sonst hätten wir die  Garten-Sprechstunde verschieben müssen“, zeigte sich Nicole Stirnberg von der AG Blühendes Kehl erleichtert. Auch Reiner  Denz von der Vereinsgemeinschaft Neumühl freute sich über den regen Zuspruch. Der Beratungstermin fand im Rahmen des
Garten-Wettbewerbs „Neumühl blüht“ statt, bei dem die Ortschaft sich von ihrer schönsten Seite zeigen will. Mitte Juni ist eine weitere Vor-Ort-Sprechstunde geplant. Wer nicht so lange warten will oder eine umfassendere Beratung im eigenen Garten benötigt, kann beim „Blühenden Kehl“ unter naturgarten.kehl@web.de einen Termin vereinbaren.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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