Stadtbuspioniere werben fürs Kehler System
„Ich finde das klasse“

Sibylle Schäfer
3Bilder

Kehl. - „Können wir nochmal eine andere Pose probieren?“, fragt Fotograf Frédéric Godard und schaut wieder durch die Kamera. Sein Fotoapparat steht vor einer grünen Leinwand und einem grünen Bodenbelag – einer Art Green Screen. Davor springt Sybille Schäfer mit beiden Beinen in die Luft oder fasst sich lässig an die Krempe ihres Strohhutes. Sie ist die erste, die fotografiert wird – ihr Bild sowie die Fotos von Pascal Woitschitzky und Melanie Wund werden die ersten Plakate schmücken, die Lust machen sollen auf den neuen Stadtbus. Ende September ist ein zweites Fotoshooting für Stadtbuspioniere vorgesehen.

Mit einem großen Fest soll am Wochenende vom 8. und 9. Dezember nicht nur die Verlängerung der grenzüberschreitenden Tramlinie D bis zum Kehler Rathaus eingeweiht werden, sondern auch das neue Bus-Rendezvous auf der der Großherzog-Friedrich-Straße zugewandten Seite des Rathauses. Dort werden sich die fünf künftigen Stadtbuslinien im Taktverkehr mit den Regionalbuslinien treffen. Mit dem neuen Stadtbussystem werden sowohl die Wohnquartiere der Kernstadt als auch die Ortschaften bestens an die Tram angebunden.

So wie die Trambotschafter 2016 und 2017 mit ihrem Gesicht Werbung für das in Kehl neue Verkehrsmittel gemacht haben, wollen nun die Buspioniere ihr Mitbürger überzeugen, den neuen Stadtbus zu nutzen.

In einer ersten Runde fotografiert Frédéric Godard zwei Kehlerinnen und einen Kehler, die sich bereits auf das verbesserte Bussystem freuen. „Ich muss mich beim Busfahren nicht aufs Fahren konzentrieren“, sagt Sybille Schäfer. Busfahren sei daher entspannter, findet sie. Außerdem falle die nervige Parkplatzsuche weg.

Während Sibylle Schäfer eine neue Pose ausprobiert, begrüßt Bianca Huth vom Baustellenmarketing die nächste Stadtbus-Pionierin, Melanie Wund, und bringt diese in den benachbarten Raum. Dort wird sie von Visagist Damien Ganzer geschminkt. Auf einem Tisch liegen dafür zahlreiche Lippenstifte, Rouge-Töne und Lidschatten, aus denen er die passenden Farbtöne auswählt. Immer wieder pausiert der Visagist beim Schminken, um sich Melanie Wunds Gesicht anzuschauen. Dabei überlegt er, welche Utensilien und Farben er noch nutzen könnte. Als die Auenheimerin fürs Fotoshooting fertig geschminkt ist, kann auch sie aus verschiedenen Accessoires eines auswählen. Sie entscheidet sich für den Korb mit Gemüse und positioniert sich mit diesem vor dem grünen Hintergrund.

Melanie Wund, die in Auenheim wohnt und in der Kernstadt arbeitet, nutzt bereits jetzt den öffentlichen Nahverkehr. Sobald das neue Stadtbussystem in Betrieb geht, möchte sie noch viel öfter mit dem Bus fahren: Dass sie sich abends in Kehl mit Freunden treffen oder in Straßburg ausgehen kann, ohne dauernd auf die Uhr schauen zu müssen, bedeutet für sie mehr Lebensqualität: „Jetzt fährt der letzte Bus nach Auenheim schon um 19.18 Uhr.“

Als dritter Stadtbuspionier schlendert Pascal Woitschitzky lässig mit einem Rucksack vor die Kamera. „Ist es gut?“, fragt Fotograf Frédéric Godard die Grafikerin Emilie Bierot. Diese sitzt vor einem Laptop, der über ein Kabel mit der Kamera verbunden ist und auf den die Fotos sofort übertragen werden. Konzentriert achtet sie darauf, dass die fotografierten Personen gut ausgeschnitten werden können. Der grüne Hintergrund wird durch Motive aus der Kernstadt und den Ortschaften mit Wiedererkennungswert ersetzt. „Es ist gut so“, meint sie.

Auch Pascal Woitschitzky freut sich auf das neue Stadtbussystem: „Ich finde das klasse.“ Durch den Taktfahrplan und die Verbindungen abends und in der Nacht lasse sich der Bus gut in der Freizeit nutzen; er brauche dann nicht mehr mit Auto oder dem Rad zum Bahnhof zu fahren, wenn er mit der Tram nach Straßburg wolle. Der duale Student hofft, dass so viele Kehlerinnen und Kehler auf den Bus umsteigen, dass sich die Verkehrsbelastung in der Stadt merklich verringert.

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