Bei den mittelgroßen Städten deutschlandweit vorne
Kehl ist auf Platz 9 in der Solarbundesliga

Auch auf städtischen Gebäuden werden Solaranlagen ausgebaut, wie hier auf dem Sporthallendach des Einstein-Gymnasiums. Im Juli 2017 wurde dort eine Photovoltaikanlage installiert.
  • Auch auf städtischen Gebäuden werden Solaranlagen ausgebaut, wie hier auf dem Sporthallendach des Einstein-Gymnasiums. Im Juli 2017 wurde dort eine Photovoltaikanlage installiert.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Christina Großheim

Kehl (st). Solarenergie wird in Kehl immer mehr genutzt – dies belegt der Erfolg der Stadt bei der Solarbundesliga, einem Wettbewerb des Fachinformationsdienstes „Solarthemen“ und der Deutschen Umwelthilfe. In dem Wettbewerb wird analysiert, wie intensiv Städte ihre Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie ausbauen. Kehl hat in der Kategorie der mittelgroßen Städte deutschlandweit den neunten Platz belegt.
 
In der Solarbundesliga wird die Gesamtleistung der Solaranlagen im Stadtgebiet
betrachtet und auf die Einwohnerzahl hochgerechnet. Wer im Vergleich zum
Vorjahr den höchsten Zuwachs bei der Pro-Kopf-Leistung vorweisen kann,
gewinnt. 

2015 wurden mit 1.077 Photovoltaikanlagen in Kehl insgesamt rund 22.900 Kilowatt Strom produziert, das ergibt knapp 630 Watt pro Einwohner. Bis 2016 wurden 25 neue Photovoltaik-Anlagen installiert; so konnte die Leistung auf rund 24.170 Kilowatt Strom, also 660 Watt pro Kopf, gesteigert werden.

Auch die Anzahl der Solarthermieanlagen, die Sonneneinstrahlung in Wärme umwandeln, ist gestiegen: Deckten sie 2015 noch eine Fläche von 6.820 Quadratmetern ab, waren es 2016 bereits rund 7000 Quadratmeter. So konnte mithilfe von Sonnenergie 2016 eine Wärmeleistung von 130 Watt pro Einwohner erzielt werden.

Unter 275 Mittelstädten, also Städten mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.000 und 100.000, die sich an der Solarbundesliga beteiligt haben, belegte Kehl mit diesen Werten den neunten Platz. Die komplette Wertung kann im Internet unter www.solarbundesliga.de eingesehenwerden.

Der Ausbau der Solaranlagen ist ein zentrales Ziel im Klimaschutzkonzept, das der Gemeinderat im Jahr 2013 einstimmig beschlossen hat. Im Vergleich zum Basisjahr 1990, das auch von der Bundesregierung als Referenzjahr für die Berechnung von Klimaschutzzielen herbeigezogen wird, soll der CO2-Ausstoß bis 2030 um 16 Prozent reduziert werden. Dieses Ziel soll unter anderem durch die verstärkte Nutzung von Sonnenenergie erreicht werden. 

Die Stadt will die Sonneneinstrahlung nicht nur auf den Dächern ihrer eigenen Gebäude besser nutzen, sondern auch die Bürger motivieren, Solarenergie zum Heizen oder für die Stromzufuhr zu verwenden. Mit der Aufklärung über landes- und bundesweite Förderungen sowie das Förderprogramm der Stadt sollen Zweifel gegenüber der Anschaffung von Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen beseitigt werden. „Oft schrecken Hauseigentümer vor dem Kauf zurück, weil sie die Kosten scheuen und die Nutzung als wenig rentabel erachten“, sagt die städtische Klimaschutzmanagerin Lea Unterreiner. Sie widerspricht dieser Ansicht: Die sonnenverwöhnte Oberrheinebene sei für den Gebrauch von Solaranlagen geradezu gemacht, und mit der entsprechenden Förderung könne man mit Sonnenenergie am Ende sogar Geld sparen. Die Produktion von Strom mit Photovoltaikanlagen werde im Rahmen der sogenannten Einspeisevergütung bezuschusst, die Installation einer Solarthermieanlage oder eines Batteriespeichers durch Bundesfördermittel. Speicher sind notwendig, wenn Hauseigentümer die erzeugte Energie ausschließlich oder zum größten Teil für den Eigengebrauch verwenden und ihn nicht in das öffentliche Netz einspeisen wollen.

Seit März 2017 bezuschusst die Stadt Kehl neben Solarthermie- auch Photovoltaikanlagen mit und ohne Batteriespeicher. Wer sich über weitere Fördermöglichkeiten oder generell über Solarenergie informieren möchte, kann sich für eine kostenlose Beratung im Rahmen der städtischen Aktion „Ihr Haus unter der Klimalupe“ anmelden. Noch bis zum 20. Oktober kommen Berater der Ortenauer Energieagentur auf Wunsch in Häuser und Wohnungen, um den Verbrauch vor Ort unter die Lupe zu nehmen. Beratungstermine können per E-Mail an info@ortenauer-energieagentur.de oder telefonisch unter 0781/9246190 vereinbart werden.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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