Streufahrzeuge im Dauereinsatz
Kehler Betriebshof sorgt für freie Straßen

Der Winter hat auch in den Niederungen Einzug gehalten.
  • Der Winter hat auch in den Niederungen Einzug gehalten.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Daniela Santo

Kehl (st). Unter einer schneeweißen Decke ist die Rheinstadt am Donnerstagmorgen, 14. Januar, erwacht. Die dicken Flocken legen sich nicht nur auf Häuserdächer und Fenstersimse, sie fallen auch auf Gehwege und Straßen. Dort kann die weiße Pracht rasch für Rutschgefahr sorgen. Um dieses Risiko möglichst gering zu halten, ist der Betriebshof seit den frühen Morgenstunden mit einer Flotte von zehn Streufahrzeugen im Einsatz. Die Mitarbeiter fahren ein vorab festgelegtes Streckennetz ab, streuen Salz und pflügen durch den liegen gebliebenen Schnee. Parallel sind sogenannte Handgruppen unterwegs, um die Fuß- und Überwege sowie Haltestellen freizuräumen, die mit den großen Fahrzeugen nicht erreicht werden können.

Trockensalz statt Sole

Gegen 9 Uhr sind die Mitarbeitenden des Betriebshofs am Donnerstag ausgerückt, um auf den nassen Fahrbahnen im Stadtgebiet Glätte vorzubeugen. Dabei rollen zehn von zwölf Streufahrzeugen durch die Rheinstadt und ihre Ortschaften. Die beiden Fahrzeuge, die Salzsole auftragen, sind an diesem Tag nicht im Einsatz. Der Grund: Die Straßen sind zu feucht, sodass die Sole nicht auf dem Belag haften bleibt und verwässern würde. Stattdessen setzt der Betriebshof auf klassisches Trockensalz. Die Streuwagen können in einer Tour zwischen 400 und 5.000 Liter Salz auf die Straße bringen – je nach Größe des Fahrzeugs. „Wir haben im angebrochenen Jahr bereits mehr Salz verbraucht als im vergangenen“, berichtet Andreas Schulz, beim Betriebshof zuständig für Technik und Unterhaltung. An zwei Tagen - am Mittwoch rückte der Betriebshof um 4 Uhr zum Winterdienst aus - sind zwischen sieben und acht Tonnen Trockensalz verteilt worden, schätzt Andreas Schulz. Und bei dieser Menge wird es voraussichtlich nicht bleiben. Der Badische Gemeinde-Versicherungsverband warnt in seiner Winterreport-Wettervorhersage vor ergiebigem Neuschnee bis Freitag, 15. Januar, 9 Uhr. Für die Mitarbeitenden des Betriebshofs heißt das, sie werden auch am Freitagmorgen um 4 Uhr zum Winterdienst antreten und einmal mehr die Straßen und Radwege von Schnee befreien. Der Abteilungsleiter für Technik und Unterhaltung nimmt es mit Humor: „Endlich haben wir mal wieder Winterdienst mit Schnee.“ In den vergangenen Jahren war der Streudienst überwiegend präventiv gefordert. Sobald für den Folgetag Eis- oder Reifglätte vorhergesagt wurde, machten sich die Betriebshofmitarbeitenden ans Werk, kritische Stellen wie beispielsweise Brücken, Kreisverkehre oder enge Kurven vorbeugend zu streuen und sicher zu machen. Sorgen, dass das Trockensalz nicht ausreichen könnte, macht sich Andreas Schulz allerdings nicht. Der Betriebshof hat rund 450 Tonnen eingelagert.

Winterdienstpläne

 
Die Winterdienstpläne sind unter kehl.de/winterdienst einsehbar. Damit die Räumfahrzeuge ungehindert durch die in den Winterdienstplänen enthaltenen Strecken kommen, sollen Anwohner ihre Autos dort, wenn möglich, nicht oder nur auf einer Straßenseite parken. Für Gehwege und Hofeinfahrten ist der Betriebshof allerdings nicht zuständig. Nach der Räum- und Streupflichtsatzung der Stadt Kehl, die ebenfalls unter kehl.de/winterdienst nachzulesen ist, haben Anwohner dafür zu sorgen, dass diese Bereiche werktags bis 7 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr geräumt und gestreut sind. Diese Pflicht der endet um 21 Uhr.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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