Wenn der Winter mit Schnee und Eis kommt
Kehls Betriebshof vorbereitet

Ein Einsatzfahrzeug im Schnee im vergangenen Winter

Kehl (st). Ob Kehl wieder einen Winter erlebt wie im vergangenen Jahr? Egal, ob weiße Pracht, Schneematsch oder Eisglätte: Der Betriebshof ist vorbereitet, sowohl personell als auch materiell. Die Salzlager und -silos sind gefüllt und bereits seit Anfang November ist der Winterdienst unterwegs.

„Wir arbeiten bereits präventiv“, erklärt der Leiter des städtischen Betriebshofs, Peter Grün. Die Betriebshofmitarbeiter tragen an kritischen Stellen wie beispielsweise auf Brücken reine Salzsole auf, welche verhindert, dass Glatteis überhaupt erst entsteht. „Wir rücken schon am späten Nachmittag aus, wenn für den Folgetag Eis- oder Reifglätte prognostiziert ist“, erklärt Peter Grün.

Bereit für den Wintereinbruch

Seit Freitag, 26. November, seien die Winterdienstkräfte dann offiziell in der Rufbereitschaft. „Bereits um 3 Uhr morgens fährt einer der drei Einsatzleiter eine festgelegte Kontrolltour zwischen Auenheim und Goldscheuer ab“, erklärt Peter Grün. Sobald dieser zu dem Entschluss komme, dass ein Einsatz nötig sei, alarmiere er die Mitarbeiter. „Wenn die Temperaturen winterliche Verhältnisse erwarten lassen und nachts um 3 Uhr noch kein Winterdienst notwendig ist, müssen die Einsatzleiter nochmal ran“, weiß der Betriebshofleiter.

Sie fahren dieselbe Route dann um 5 Uhr erneut ab, um bei Bedarf ihre Mitarbeiter alarmieren zu können. Für ihren Einsatz können die Betriebshofmitarbeiter auf insgesamt zehn Fahrzeuge unterschiedlicher Größe zurückgreifen. Die Breite der Räumschilder – der Fachbegriff dafür lautet Schildbreite – variiert dabei von drei Metern beim Wechsellader als größtes Einsatzfahrzeug bis hin zu 1,2 Metern bei den Kleinfahrzeugen.

400 Tonnen Salz auf Vorrat

Das zum Streuen benötigte Salz wird direkt auf dem Gelände des Betriebshofs in zwei Silos und einem Lager aufbewahrt. „Da der Winter im vergangenen Jahr sehr streng und schneereich war, hatten wir einen extrem hohen Verbrauch von rund 350 Tonnen Salz“, erläutert der Betriebshofleiter. Im Vergleich dazu wurden in der Wintersaison 2018/19 gerade einmal 50 Tonnen verbraucht. „Wir haben rechtzeitig bestellt und konnten unsere Lager füllen, sodass wir aktuell rund 500 Tonnen Salz auf Vorrat haben.“

Info

Die Winterdienstpläne sowie die Räum- und Streupflichtsatzung können im Internet eingesehen werden. Damit die breiten Räumfahrzeuge ungehindert durch die in den Winterdienstplänen enthaltenen Straßen kommen, sollten Anwohner ihre Autos dort, wenn möglich, nicht oder nur einseitig parken, wie Betriebshofleiter Peter Grün betont.

Nicht zuständig ist der Betriebshof für Gehwege und Zugänge zur Fahrbahn. Nach der Räum- und Streupflichtsatzung der Stadt Kehl haben Anwohner selbst dafür zu sorgen, dass solche Bereiche werktags bis 7 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr geräumt und gestreut sind. Diese Pflicht der Bürger endet um 21 Uhr.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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