Ortenaukreis wehrt sich gegen Vorwürfe
Kein Sanierungsstau an den Beruflichen Schulen Kehl

Kehl (st). Der Ortenaukreis wehrt sich gegen Vorwürfe, die im Jugendgemeinderat der Stadt Kehl erhoben wurden. Dabei wurden auch Mängel an den Beruflichen Schulen Kehl, die in der Trägerschaft des Kreises liegen, gezeigt.

„Die Kehler Schule besteht aus mehreren Schulgebäuden. Die im Jugendgemeinderat vorgelegte Mängelliste kann sich indessen nur auf das sogenannte K-Gebäude beziehen, in dem der Unterricht im kaufmännischen Bereich stattfindet, denn an den übrigen Gebäuden des Schulkomplexes wurden in den zurückliegenden fünf Jahren vom Landkreis insgesamt rund 3,2 Millionen Euro investiert“, stellt Jutta Gnädig, Finanzdezernentin des Ortenaukreises, in einer Pressemitteilung klar.

Seit 2013 wurden unter anderem rund 570.000 Euro in die Heizungsanlage und den Fernwärmeanschluss investiert. Das „H-Gebäude“, in dem die Abteilungen Hauswirtschaft und Nahrung untergebracht sind, wurde für 730.000 Euro energetisch saniert und neue Fenster eingebaut. Darüber hinaus wurden in die Erweiterung des Werkstattgebäudes 360.000 Euro investiert. „In den Folgejahren wurden erhebliche finanzielle Mittel für das Werkstattgebäude eingesetzt, um im Bestand die Verglasung und Elektrotechnik sowie die Wasserversorgung zu erneuern und auch die Hygienestandards auf den neuesten Stand zu bringen. Am Verwaltungstrakt wurde zudem ein barrierefreier Zugang geschaffen und eine Aufzugsanlage angebaut“, informiert Gnädig.

In der Summe wurden so in den Jahren 2015/16 über 1,1 Millionen Euro verbaut. 2017 sind weitere 223.000 Euro in den Bauunterhalt, in Elektrosanierungen und die Erneuerung der Eingangstüren im Foyer des Haupteingangs der Schule geflossen. „Das G-Gebäude wurde bereits in früheren Jahren über das Konjunkturpaket II umfangreich energetisch saniert und wir investieren rund 70.000 Euro jährlich in den Bauunterhalt für Reparaturen und Kleinprojekte“, so die Dezernentin.

Dass der K-Trakt noch nicht saniert ist, sei kein Versäumnis der Kreisverwaltung, wie Sozialdezernent Georg Benz erläutert. „Sinkende Schülerzahlen führten dazu, dass dort bereits nicht mehr alle Klassenräume und Fachräume genutzt werden. Im benachbarten „L-Bau“ sind Zuwanderer untergebracht, darüber hinaus besteht Optimierungsbedarf an der Parkplatzsituation.“

Aufgrund dieser Ausgangslage habe der Ortenaukreis – auch auf Wunsch der Schule – bereits im August 2017 eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Es wird  ein An- oder Erweiterungsbau in der Karlstraße und ob der "Bau K" komplett aufgegeben werden kann untersucht.  „Die Untersuchungen dauern noch an“, teilt Gnädig mit. Ende März soll die Machbarkeitsstudie vorliegen, die dann in den Kreisgremien beraten wird. Bis dahin wird nicht investiert, nur Mängel beseitigt.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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