Bürger beteiligen sich
Modernisierung der Straßenbeleuchtung

Baubürgermeister Harald Krapp (2. v. l.) und die städtische Klimaschutzmanagerin Lea Unterreiner (r.) mit einigen der Lampenpaten.
  • Baubürgermeister Harald Krapp (2. v. l.) und die städtische Klimaschutzmanagerin Lea Unterreiner (r.) mit einigen der Lampenpaten.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kehl (st). Lampenpaten unterstützen einen wichtigen Beitrag der Stadt Kehl zum Klimaschutz: Im vergangenen Jahr wurden im Stadtgebiet und in den Ortschaften insgesamt 1.774 ältere Straßenlampen durch energiesparende LED-Varianten ersetzt. Um das Projekt zu finanzieren, rief die Stadt gemeinsam mit der Bürger-Energiegenossenschaft (BEG) dazu auf, sich mit einer Lampenpatenschaft an der Erneuerung zu beteiligen – 35 Personen sind dem Appell gefolgt. Die von ihnen finanzierten Lampen ziert nun, wenn gewünscht, jeweils ein Etikett mit ihrem Namen.

Der Austausch eines Lampenkopfes kostet rund 600 Euro. Zur Finanzierung vergab die BEG die sogenannten Lampenpatenschaften: Dabei konnten Bürger einzeln oder gemeinsam mit anderen in eine Lampe investieren, indem sie Anteile an der BEG erwarben. Ein Anteil kostet 100 Euro. Zur Finanzierung einer Lampe waren somit sechs Anteile nötig. Die Einlage wird laut Lea Unterreiner, Klimaschutzmanagerin der Stadt, durch die ersparten Energiekosten mit 1,5 Prozent pro Jahr verzinst und zudem nach Ablauf der Laufzeit zurückgezahlt.

Insgesamt wurden durch die Lampenpatenschaften an die 80 Lampen umgerüstet. Hierdurch lassen sich pro Jahr 22.805 Kilogramm CO2 und 38.651 Kilowattstunden Strom einsparen. „Das ist so viel Strom wie elf Drei-Personen-Haushalte in einem Jahr verbrauchen!“, betont Baubürgermeister Harald Krapp.

Hintergrund

Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur entfallen bis zu 40 Prozent des Stromverbrauchs von Kommunen auf die Straßenbeleuchtung. Ein Ziel des Kehler Klimaschutzkonzeptes ist daher, diese nach und nach auf LED-Technik umzurüsten – dadurch können pro Lampe circa 80 Prozent Strom eingespart werden. Den Umtausch möglich macht eine Förderung des Bundesumweltministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative sowie die Zusammenarbeit mit der BürgerEnergiegenossenschaft Kehl eG. Diese steuert im Zuge des Pilotprojekts „Energieeffizienz-Genossenschaften Straßenbeleuchtung“ einen Teil des für die Umrüstung benötigten Geldes über die Lampenpaten bei.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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