Trotz Corona-Ausbreitung
Stadtverwaltung ist für ihre Bürger da

Neben vielen weiteren Bereichen sind auch die Mitarbeitenden des Betriebshofs weiterhin unermüdlich im Einsatz, etwa hier beim Anlegen einer Blumenwiese im Garten der zwei Ufer.
  • Neben vielen weiteren Bereichen sind auch die Mitarbeitenden des Betriebshofs weiterhin unermüdlich im Einsatz, etwa hier beim Anlegen einer Blumenwiese im Garten der zwei Ufer.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Daniela Santo

Kehl (st). Auch wenn die Rathäuser und städtischen Einrichtungen größtenteils geschlossen sind, Ruhe ist aufgrund der Corona-Ausbreitung deshalb nicht eingekehrt. Bürgeranfragen am Telefon, Notbetreuungen in Kitas, Grünpflege und Stadtreinigung – städtische Mitarbeiter sind weiterhin gefordert, auch wenn das öffentliche Leben weitestgehend zum Erliegen gekommen ist.

Anfragen

Die Auswirkungen des Corona-Virus sorgen auch bei vielen Kehlern für Konfusion. Immer wieder klingelt im Bürgerservice sowie an der Infothek das Telefon. Am anderen Ende der Leitung melden sich Bürger mit Fragen zu Beerdigungen und Trauungen, zu Passierscheinen und Nachbarschaftshilfen. „Oftmals verweisen wir sie auf die Homepage und bitten sie eine E-Mail an buergerservice@stadt-kehl.de zu senden“, erläutert Celine Ehle aus dem Bauservice. Sie unterstützt den Bürgerservice und nimmt ebenfalls Telefongespräche entgegen. „Ich versuche natürlich, so gut es geht, alle Fragen zu beantworten“, sagt sie.  Allein per E-Mail erhalten die Sachbearbeiter rund 300 Anfragen. Diese werden möglichst noch am selben Tag beantwortet.

„Häufig fragen uns Bürger, ob sie umziehen dürfen“, berichtet Christina Vetrano aus der Polizeibehörde. Grundsätzlich sei dies weiterhin möglich. Die Verwaltung empfiehlt allerdings, bei Umzugshelfern möglichst auf Familienmitglieder zurückzugreifen. „In den Außenbereichen sind die Mindestabstände von 1,5 Meter einzuhalten“, erinnert Christina Vetrano. Raucherpausen beispielsweise sind aufgrund des Versammlungsverbots nicht zulässig.

Nicht nur bei Bürgern ist die Verunsicherung während der Corona-Ausbreitung groß, auch Gewerbetreibende müssen Umsatzeinbußen hinnehmen aufgrund von verordneten Schließungen. Daher sehen sich Bürgerservice, Infothek und Ordnungsbehörde mit Anträgen zu Sondergenehmigungen konfrontiert. Doch diese werden in der Regel abgelehnt. Gehen Hinweise ein zu Gaststätten und Betrieben, die widerrechtlich geöffnet haben, werden diese an den Kommunalen Ordnungsdienst weitergegeben. Dieser ist regelmäßig im Stadtgebiet unterwegs und kontrolliert.

Betriebshof

Sie sind im Stadtbild weiterhin sichtbar: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betriebshofs in ihren neongelben Overalls und orangefarbenen Dienstfahrzeugen. Sie leeren weiterhin die Mülleimer und säubern die Straßen. „Wir merken jedoch deutlich, dass die Verschmutzung stark nachgelassen hat“, berichtet Betriebshofleiter Peter Grün. Nicht nachgelassen hat die Arbeit in den Parks und Blühstreifen. „Das Grün wächst weiter wie bisher“, sagt Peter Grün. Sorge bereiten ihm jedoch die bevorstehenden wärmeren Monate. Denn: Der Betriebshof hat rund 350 neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt. Diese wollen gehegt und gepflegt werden, trotz Corona-Ausbreitung. Der Betriebshof jedoch arbeitet derzeit mit einer stark reduzierten Mannschaft und einem Schichtmodell, das die Mitarbeitenden in zwei unabhängige Gruppen aufteilt, die sich im Arbeitsalltag nicht begegnen. „Wir bitten um Verständnis, dass die Arbeiten aufgrund der aktuellen Situation nicht immer in der gewohnten Qualität verrichtet werden können“, sagt der Betriebshofleiter.Normalerweise würden die Springbrunnen in der Stadt ihre Wasserfontänen kurz vor Ostern sprudeln lassen. Das wird vorerst ausfallen. Der Betriebshof wird die Springbrunnen nicht einschalten, „bis sich die Corona-Situation normalisiert hat“, sagt Peter Grün.

Notbetreuung

Der Fachbereich Bildung, Soziales und Kultur kümmert sich trotz Krisenmodus und Kontaktsperre um Familien. Das ist beispielsweise die Notbetreuung in den Kitas Kreuzmatt und Vogesenallee. Dort kümmern sich Erzieher aus den städtischen Kitas um die Notbetreuung von Kindern, deren Eltern in der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeiten. Hinzu kommen seit Kurzem auch Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft, die ebenfalls Notbetreuungen eingerichtet haben. Dadurch werden die beiden städtischen Kindertageseinrichtungen entlastet und das Ansteckungsrisiko unter den Kindern gesenkt. Die Erzieher, die in den leeren Kitas bleiben oder sich im Homeoffice befinden, bereiten derweil Sing-, Spiel- und Bastelideen vor oder erledigen Büroarbeiten. Über das Sorgentelefon können sich Eltern und Familien an städtische Mitarbeiter wenden und sich Rat einholen, sobald sie das Gefühl haben, überfordert zu sein. „Wir wollen Eltern, Familien und Kinder so gut es geht in dieser schwierigen Zeit unterstützen“, erklärt Dr. Marcus Kröckel, Fachbereichsleiter Bildung, Soziales und Kultur.

Für einen Platz in der Notbetreuung wenden sich Betroffene an ihren Arbeitgeber, der sich daraufhin mit der Stadtverwaltung unter Telefon 07851/884999 oder per E-Mail an notbetreuung@stadt-kehl.de in Verbindung setzt. Das Telefon ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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