Neues Angebot im Korker Rathaus
Weitere Anlaufstelle für Inklusion

Nicolas Uhl (Mitte), Inklusionsbeauftragter der Stadt, kann ab sofort auch im Rathaus Kork Termine anbieten. Dr. Marcus Kröckel (l.), Fachbereichsleiter für Bildung, Soziales und Kultur und der Ortsvorsteher Patric Jockers sehen in dieser Anlaufstelle einen weiteren Schritt hin zur inklusiven Stadt.
  • Nicolas Uhl (Mitte), Inklusionsbeauftragter der Stadt, kann ab sofort auch im Rathaus Kork Termine anbieten. Dr. Marcus Kröckel (l.), Fachbereichsleiter für Bildung, Soziales und Kultur und der Ortsvorsteher Patric Jockers sehen in dieser Anlaufstelle einen weiteren Schritt hin zur inklusiven Stadt.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kehl-Kork (st). Im frisch sanierten Korker Rathaus gibt es ab sofort eine weitere Anlaufstelle für Menschen mit Ideen, Fragen oder Anregungen zum Thema Inklusion. Wie auch am Standort in der Villa "RiWa", können Bürger dabei mithelfen, die Rheinstadt barrierefreier zu gestalten.

„Wir als Stadt wollen bei unseren Projekten allen Menschen die Chance geben sich einzubringen und niemanden aufgrund von Beeinträchtigungen ausschließen“, erklärt der Inklusionsbeauftragte Nicolas Uhl. „Dafür höre ich mir die individuellen Bedürfnisse der Leute an und bespreche diese mit den zuständigen Personen in der Verwaltung.“ Interessierte können ein Gespräch mit Nicolas Uhl telefonisch unter 07851/882108 oder per Mail an n.uhl@stadt-kehl.de vereinbaren. Sowohl die Villa "RiWa" als auch das Korker Rathaus sind barrierefrei, Außentermine sind ebenfalls möglich. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es allerdings noch keine festen Sprechzeiten.

Kork als Musterbeispiel für gelebtes Miteinander

„Kork gilt als Musterbeispiel für ein gelebtes Miteinander. Deshalb war für uns sofort klar, dass es in dem sanierten Rathaus ein neues Büro für unseren Inklusionsbeauftragten geben muss“, erklärt Dr. Marcus Kröckel, Fachbereichsleiter Bildung, Soziales und Kultur. „Mit den Bemühungen, jeden Menschen in die Stadtplanung miteinzubeziehen, ist Kork ein Vorbild für die Kernstadt. In Kehl gehören alle dazu, unabhängig von den individuellen Bedürfnissen.“ Deshalb sei es wichtig, den Bürgern eine weitere Anlaufstation zum Thema Inklusion anzubieten, an der sie ihre eigenen Beobachtungen und Ideen einbringen können.

Außentermine sind ebenfalls denkbar, solange der gewählte Treffpunkt rollstuhlgerecht ist, da Nicolas Uhl selbst auf einen Rollstuhl angewiesen ist: „Natürlich gibt es in unserer Stadt Personen, die nicht oder nicht mehr so mobil sind“, sagt der Inklusionsbeauftragte. „Auch ihnen möchte ich eine Stimme geben.“ Korks Ortsvorsteher Patric Jockers sieht in der gemeinsamen Zielsetzung eine Bestätigung für die bereits geleistete Arbeit: „Wir verstehen uns als einen inklusiven Stadtteil. Egal ob jung oder alt, mit oder ohne Beeinträchtigung – jede Person soll bei uns die Möglichkeit bekommen, am öffentlichen Leben teilzunehmen.“

Einsatzgebiete eines Inklusionsbeauftragten

Nicolas Uhl hat vor zwei Jahren den Kehler Beirat für Menschen mit Beeinträchtigungen ins Leben gerufen, welcher die Verwaltung und den Gemeinderat bei inklusionsrelevanten Themen berät und auf besondere Bedürfnisse beeinträchtigter Bürger aufmerksam macht. Dadurch konnte zum Beispiel erreicht werden, dass die rollstuhlgerechte Toilette auf dem Marktplatz ausschließlich Personen mit Beeinträchtigungen zur Verfügung steht. „Wenn man im Rollstuhl sitzt oder nur mit Hilfe von Krücken gehen kann, hat man unterwegs naturgemäß weniger Optionen eine geeignete Toilette zu finden“, erläutert Nicolas Uhl. „Meist steigern solche Kleinigkeiten die Lebensqualität vieler Menschen enorm.“

Wegen der Pandemie trifft sich der Beirat momentan nicht in der großen Gruppe im Bürgersaal – untätig bleibt er deshalb allerdings nicht: Die Beiratsmitglieder können den Inklusionsbeauftragten jederzeit erreichen. Er hält Kontakt zur Verwaltung und kümmert sich um entsprechende Anfragen und Anregungen. Zudem arbeitet Nicolas Uhl an der Umsetzung der Inklusionskonzeption der Stadt, in der beispielsweise inklusive und barrierefreie Begegnungsstätten als Ziel vorgegeben sind. Eine solche gestaltet er zusammen mit dem Verein Vielfältiges Kork in der alten Grundschule der Ortschaft. Hier wird auch der Korker Jugendkeller seine neue Heimat finden. „Durch Inklusion wollen wir in Kehl einen Lebensraum schaffen, der für alle nutzbar ist“, resümiert Nicolas Uhl.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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