Grünes Licht für das trimodale Güterverkehrszentrum am Oberrhein
Betriebserlaubnis für Hafen Kehl bis 2042 erteilt

Bis 2042 wurde die wasserechtliche Genehmigung für die Umschlagsanlagen im Hafen Kehl erteilt.
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  • Foto: Hafen Kehl
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Kehl (st). „Der Rheinhafen Kehl bietet hervorragende Bedingungen für die wichtigen Verkehrsträger unserer Zeit: die Schiene, das Wasser und die Strasse. Über 120 Unternehmen haben hier aktuell über 4.300 Arbeitsplätze geschaffen und unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung des Rheinhafens für die Region. Mit der Erteilung der wasserrechtlichen Genehmigung für die Umschlagsanlagen der Hafenverwaltung Kehl bis zum 31. August 2042 ist ein wichtiger Grundstein für die Fortsetzung der erfolgreichen Logistik am Rheinhafen Kehl gelegt.“ Dies sagte Hafendirektor Uwe Köhn anlässlich der Übergabe der Genehmigung durch Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg in Kehl.
Jede Benutzung eines Gewässers bedürfe grundsätzlich einer Genehmigung nach dem Wasserhaushaltsgesetz. Damit soll eine nachhaltige Bewirtschaftung der Gewässer als Bestandteil des Naturhaushaltes, als Lebensgrundlage des Menschen, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als nutzbares Gut sichergestellt werden. Für Nutzungen wie im Hafen Kehl seien daher strenge Auflagen zu erfüllen, die unter anderem durch wasserbauliche Maßnahmen zu erfüllen seien und regelmäßig überwacht würden. „Heute ist der Startschuss für die Ertüchtigung unserer Anlagen gefallen. In den kommenden Monaten werden wir sie entsprechend den erteilten Auflagen an aktuelle technische Entwicklungen sowie gestiegene Sicherheitsstandards anpassen.“ So seien etwa kräftigere Anlegerdalben vorgesehen, um die seit der letzten Genehmigung deutlich größer gewordenen Gütermotorschiffe weiterhin sicher befestigen zu können. Zusätzliche Stege sollen sicherstellen, dass das Schiffspersonal in Notfällen an zwei Stellen der mittlerweile bis zu 135 Meter langen Schiffe schnell von Bord kommen kann. „Diese Beispiele zeigen die Rückwirkung gestiegener Sicherheitsstandards und technischer Entwicklung auf unsere Hafeninfrastruktur“, sagte der Hafendirektor.
Die Binnenschifffahrt leiste einen unverzichtbaren Beitrag zum Warenverkehr, insbesondere im Massengüter- und Containertransport, so Köhn weiter. Ein modernes Gütermotorschiff könne im Idealfall bis zu 150 Lastkraftwagen ersetzen. „Auch wenn Niedrigwasserphasen die Binnenschifffahrt immer einmal wieder ausbremsen: sie gehört in einen nachhaltig orientierten Logistikmix“, unterstrich Köhn. Mit den Investitionen in die Anlagen der Hafenverwaltung Kehl werde der wasser- und schienenseitige Umschlag für die nächsten 25 Jahre auf ein sicheres rechtliches Fundament gestellt. „Die gute Zusammenarbeit mit dem zuständigen Regierungspräsidium Freiburg sowie dem Landratsamt des Ortenaukreises hat das komplexe und arbeitsintensive Antragsverfahren sehr erleichtert,“ sagte Köhn.
Im Hafen Kehl wurden im vergangenen Jahr über 4 Millionen Tonnen über das Wasser transportiert, so Köhn weiter. Über die Schiene waren es noch einmal rund 2,5 Millionen Tonnen. „Besonders erfreulich war aber, dass die Unternehmen im Hafengebiet für die höchste Beschäftigtenzahl seit 1973 gesorgt haben,“ betonte Köhn. In diesen Ergebnissen spiegle sich zum einen die gute allgemeine wirtschaftliche Entwicklung. Darüber hinaus hätten aber auch die guten Standortbedingungen großen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung. „Die gute Anbindung an Wasser, Schiene und Strasse ist ein großer Standortvorteil und die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg im Hafen Kehl“, sagte Hafendirektor Köhn.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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