Eskalation am Grenzübergang Kehl
Bei Fahrzeugkontrolle fallen Schüsse
- Am Grenzübergang in Kehl kam es bei einer Fahrzeugkontrolle zu Schüssen.
- Foto: Symbolfoto: rek
- hochgeladen von Matthias Kerber
Kehl (st) Bei Einreisekontrollen durch Beamte der Bundespolizei ist es an der Europabrücke in der Nacht auf Freitag zu einem gefährlichen Durchbruch eines Renault-Fahrers gekommen, woraufhin zwei der Einsatzkräfte von ihrer Schusswaffe Gebrauch machten. Der Lenker eines Clio sollte kurz nach Mitternacht bei der Einreise nach Deutschland kontrolliert werden, weshalb er mittels Anhaltezeichen zur Einfahrt in die Kontrollstelle aufgefordert wurde.
Nach den ersten durchgeführten Vernehmungen sowie der Einsicht von Video- und Bildmaterial stellt sich die Situation so dar, dass der Renault Clio auf der Fahrt von Frankreich nach Deutschland nach Aufforderung von Beamten der Bundespolizei zunächst angehalten hatte. Hierbei nahmen die Kontrollbeamten aus dem Fahrzeuginnern den Geruch von Cannabis wahr. Als die Beamten beabsichtigten, sich das Fahrzeug genauer anzusehen, soll der Autofahrer, statt wie gebeten anzuhalten, zunächst Gas gegeben und dann im Anschluss mit hoher Geschwindigkeit auf der Straßburger Straße in Richtung Frankreich zurück gefahren sein. Parallel hierzu hätten fünf der eingesetzten Bundespolizisten versucht, den Wagen zu stoppen, indem sie über die dazwischen liegenden Tram-Schienen auf die andere Straßenseite wechselten, um den flüchtenden 21-Jährigen auf der Fahrbahn in Richtung Frankreich zum Halten zu bringen. Der Clio-Lenker soll die Anhaltezeichen der Bundespolizeibeamten missachtet haben und auf die Beamten zugefahren sein. Daraufhin hätten zwei der Bundespolizisten nach ihrer Dienstwaffe gegriffen und Schüsse in Richtung des Renaults abgegeben. Dabei wurde auch die Karosserie eines in der Nähe stehenden Fahrzeugs durch einen Schuss beschädigt.
Festnahme
Nacheilende Bundespolizisten konnten den auf französischem Staatsgebiet abgestellten Renault vorfinden und beobachten, wie zwei im Wagen befindliche Männer zu Fuß flüchteten. Hierbei konnte der mutmaßliche Fahrer gestellt und vorläufig festgenommen werden. Der 21-Jährige trug hierbei leichte Verletzungen davon - durch die Schüsse wurde er allerdings nicht verletzt.
Nach der erfolgreichen Festnahme des mutmaßlichen Fahrers wurde am Freitagmorgen der Ort des Geschehens nach Spuren abgesucht. Hierzu wurde ab 8 Uhr sowohl der Tramverkehr als auch der Ausreiseverkehr auf der B28 in Richtung Frankreich gesperrt. Der Renault Clio wurde beschlagnahmt und für Spurensicherungsmaßnahmen abgeschleppt. Seitens der Staatsanwaltschaft Offenburg wurde gegen den 21 Jahre alten französischen Staatsangehörigen ein europäischer Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdeliktes erwirkt. Der Mann befindet sich derzeit in Frankreich in Gewahrsam. Die Ermittlungen zu dem Mitfahrer im Renault Clio dauern an. Er konnte bislang noch nicht angetroffen werden.







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