Zwei Tierarten bereichern Stadtpark Lahr – Totenkopfäffchen noch in Quarantäne
Erdmännchen erobern die "Oase der Natureindrücke"

Kaum im Lahrer Tiergehege angekommen, sind die Erdmännchen bereits eine Attraktion.
  • Kaum im Lahrer Tiergehege angekommen, sind die Erdmännchen bereits eine Attraktion.
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  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Lahr. Fünf putzige Erdmännchen tummeln sich schon im neuen Tiergehege des Lahrer Stadtparks, nicht minder possierliche Saimiris (Totenkopfäffchen) werden demnächst ebenfalls hier einziehen, sobald sie ihre niederländische Quarantänestation verlassen dürfen. Damit verfügt der mitten in der Stadt gelegene weiträumige Park über neue tierische Attraktionen für die Besucher.
Die schlanken, langgestreckten, nur höchstens 30 Zentimeter großen Erdmännchen sind Mini-Raubtiere aus der Familie der Mangusten, ansonsten im südlichen Afrika beheimatet und sehr gesellig. Ihren Namen verdanken sie der Eigenart, oft nach Menschenart senkrecht aufrecht zu stehen. Kaum im 50 Quadratmeter großen Gehege mit Innen- und Außenbereich untergebracht, haben sie sich schon zu Lieblingen vor allem jüngerer Parkbesucher entwickelt. Das dürfte auch den erwarteten acht Saimiris nicht anders gehen. Diese kleinen Äffchen, sonst in Süd- und Mittelamerika zuhause, sind auch nur bis zu 36 Zentimetern groß. Für charakteristisches Aussehen sorgt ihre maskenartige Gesichtszeichnung. Die Lahrer Primaten-Tiere stammen aus einem Artenerhaltungs-Zuchtprogramm.
Schon seit 2011 hatte man sich Gedanken gemacht, wie das Lahrer Erholungs-Kleinod weiterzuentwickeln sei. Da war auch schon klar geworden, dass sieben kleine, betagte, nach und nach leerstehende Tiergehege keine Zukunft mehr hatten, zumal vor zwei Jahren auch die letzten beiden Kapuzineraffen an Altersschwäche gestorben waren. Drum ließ man sich von Stuttgarter Wilhelma-Experten gezielt beraten, welche Tiere hier künftig artgerecht gehalten werden könnten. Nach Abriss der alten Käfige sind zwei zusammen 130 Quadratmeter große Gehege mit Glasscheiben entstanden, samt angeschlossener Futterküche. Das hat immerhin 610.000 Euro gekostet, je 100.000 Euro hatten dazu der „Freundeskreis Lahrer Stadtpark“ und die „Berger-Pfänder-Stiftung“ beigesteuert.
Die Eröffnung der neuen Tiergehege geriet zum fröhlichen Park-Fest. Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller zeigte sich gut gelaunt: „Niemand kann sagen, dass wir unser Geld nur noch für die Landesgartenschau ausgeben.“ Auch der Stadtpark, schon 1875 von Christian Wilhelm Jamm als Privatgrundstück der Stadt testamentarisch vermacht, steht samt Villa, gärtnerischen Anlagen, Pavillons, Teichen, Rosengarten, Kinderlabyrinth und einer Orangerie stets im städtischen Fokus. Der Freundeskreis unterstützt die Anlage seit 1988 finanziell, dessen Vorsitzender Reinhard Teufel freute sich über die neue Kleintierhaltung in dem Park- Schmuckstück. Nicht minder Simon Pfänder von der „Berger-Pfänder-Stiftung“, die schon 2010 den neuen Park-Irrgarten mitfinanziert hatte. Auch Architekt Michael Schaible lobte den Park als „einzigartige Oase der Natureindrücke“ und die neuen, sich harmonisch einfügenden Tiergehege mit Stahlkonstruktion und Beton in Sandsteinoptik.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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