Für Frieden weltweit
Flagge der „Mayors for Peace” am Lahrer Rathaus

Oberbürgermeister Markus Ibert hisst die Flagge der „Mayors for Peace“ am Rathaus Luisenschule. | Foto: Stadt Lahr
  • Oberbürgermeister Markus Ibert hisst die Flagge der „Mayors for Peace“ am Rathaus Luisenschule.
  • Foto: Stadt Lahr
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Lahr (st) Vor 80 Jahren wurden die Menschen in den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki dem Grauen eines Atombombenabwurfs ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund findet am Dienstag, 8. Juli 2025, der Flaggentag der „Mayors for Peace“ statt. Als eine von bundesweit mehr als 600 Städten beteiligt sich die Stadt Lahr an dem Tag, indem sie die Flagge der internationalen Organisation am Rathaus Luisenschule hisst, schreibt die Stadtverwaltung Lahr in einer Pressemitteilung.

Die Stadt Lahr ist „Mayors for Peace“ auf Veranlassung von Oberbürgermeister Markus Ibert zum 1. November 2023 beigetreten. „In diesem August jährt sich der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal. Der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen brachte unermessliches Leid über die Menschen“, betont Ibert. „Heute setzen wir ein sichtbares Zeichen für nukleare Abrüstung und ein friedvolles Zusammenleben der Menschen. Wir brauchen Verständigung und Vertrauen statt Aufrüstung und Abschreckung.“

Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI geht aktuell von rund 12.241 Atomsprengköpfen weltweit aus. Ihm zufolge modernisieren fast alle neun Atommächte ihre Arsenale, China in besonders großer Schnelligkeit. Zudem läuft der New-START-Vertrag, der 2021 für fünf Jahre verlängert wurde und die Begrenzung strategischer Kernwaffen zwischen den USA und Russland regelt, Anfang des kommenden Jahres aus. Bemühungen, diesen Vertrag zu verlängern oder zu ersetzen, sind nicht erkennbar.

Ziel ist weltweiter Friede

Am Flaggentag erinnern die „Mayors for Peace“ an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstießen. Außerdem betonte er, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung bestehe, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen“.

Die „Mayors for Peace“ möchten durch einen engen Schulterschluss der teilnehmenden Städte und Gemeinden zur Verwirklichung eines dauerhaften weltweiten Friedens beitragen. Dafür bringen sie den Wunsch nach Abschaffung von Atomwaffen auf internationaler Bühne zum Ausdruck und setzen sich dafür ein, Probleme wie Hunger oder Armut, welche die gesamte Menschheit bedrohen, zu lösen sowie Flüchtlings-, Umwelt- und Menschenrechtsthemen anzugehen. Die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki haben 1982 gemeinsam mit weiteren Städten und Gemeinden die „Konferenz der Bürgermeister solidarischer Städte für einen weltweiten Frieden“ gestartet, den Vorläufer der heutigen „Bürgermeister für den Frieden“. 1991 erfolgte die Anerkennung als Nichtregierungsorganisation durch den Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Mehr als 8.480 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an, darunter rund 900 Städte in Deutschland.

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