Gewalt an Frauen
Lahr zeigt Flagge

Oberbürgermeister Markus Ibert und Frauen aus dem Frauenpolitischen Forum Lahr hissen die Flagge mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“ des Verbands Terre des Femmes vor dem Rathaus 2.  | Foto: Stadt Lahr
  • Oberbürgermeister Markus Ibert und Frauen aus dem Frauenpolitischen Forum Lahr hissen die Flagge mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“ des Verbands Terre des Femmes vor dem Rathaus 2.
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Lahr (st). Pünktlich zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Freitag, 25. November, hängt die Flagge mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“ des Verbands Terre des Femmes vor dem Rathaus 2 in Lahr. Die Flagge wurde von Oberbürgermeister Markus Ibert und Frauen aus dem Frauenpolitischen Forum Lahr gehisst, um das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen.

Häusliche Gewalt ist weit verbreitet, kommt in allen gesellschaftlichen Schichten vor und hat in den vergangenen Jahren zugenommen. In Deutschland verliert nahezu jeden dritten Tag eine Frau ihr Leben: Im Jahr 2020 beispielsweise starben hierzulande laut Bundeskriminalamt 139 Frauen in Folge von Partnerschaftsgewalt. „Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft nicht wegschauen, denn Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist keine Privatsache. Aus diesem Grund unterstütze ich gerne die Idee des Frauenpolitischen Forums Lahr, unsere Stadt am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen zu beteiligen“, betont Oberbürgermeister Ibert.

Wo gibt es Hilfe?

Deutschlandweit können sich von häuslicher Gewalt betroffene Frauen, ihre Angehörigen, Freundinnen und Freunde an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unter der Nummer 08000 116 016 wenden oder die Internetseite www.hilfetelefon.de aufrufen. Dort bekommen sie Informationen in vielen Sprachen zum Opferschutz und zu Unterstützungsmöglichkeiten.

Im Ortenaukreis erhalten hilfesuchende Frauen beim Verein Frauen helfen Frauen Ortenau e. V., Träger des Frauenhauses und der Fachberatungsstelle Häusliche Gewalt, kostenfreie Beratung und Unterstützung.

Das Frauenpolitische Forum Lahr wurde nach der Auflösung des Frauenbeirats der Stadt aufgestellt, um die politischen Interessen von Frauen zu vertreten und die Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben. Es wird von der Stadtverwaltung unterstützt und erhält Haushaltsmittel für Projekte und Aktivitäten. Hierzu gehören unter anderem die Organisation von Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag am 8. März oder auch der jährliche Frauenbadetag im Lahrer Hallenbad.

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