Fluplatzareal in Lahr: Erfolgreiche Entwicklung und Verwaltung
Nach Problemen am Anfang durchgestartet

Zalando ging 2016 auf einem Grundstück von rund 185.000 Quadratmetern an den Start. | Foto: Zalando
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Lahr (ds). "Chancen nutzen", das hat sich Markus Ibert, Geschäftsführer der IGZ GmbH auf die Fahnen geschrieben. IGZ steht für Industrie- und Gewerbezentrum, dessen Gesellschafter die Gemeinde Friesenheim, die Stadt Lahr, der Ortenaukreis und der Interkommunale Zweckverband Industrie- und Gewerbepark Raum Lahr sind. Vor 22 Jahren wurde die IGZ gegründet, um die Entwicklung, Vermarktung und Bewirtschaftung des Flugplatzareals zu übernehmen. "Wir wurden zur Anlauf- und Koordinierungsstelle der Konversion am Flughafen, wo mit dem Abzug der Kanadier 1994 ein 600 Hektar großes Areal frei wurde", berichtet Ibert. Im Osten des Areals gehören rund 70 Hektar der Stadt Lahr, die Fläche im Westen, 320 Hektar, ist seit 2001 im Besitz des 1997 gegründeten Interkommunalen Zweckverbands, an dem heute Lahr, Ettenheim, Mahlberg, Rust, Ringsheim, Kippenheim, Schuttertal, Seelbach, Schwanau, Meißenheim, Friesenheim und der Ortenaukreis beteiligt sind. Vor vier Jahren erwarb die Stadt Lahr dann auch die 210 Hektar große Flugbetriebsfläche. Sowohl der Zweckverband als auch die Stadt Lahr haben die Entwicklung und Verwaltung ihrer Flächen zentral an die IGZ übergeben. "Wie eng wir zusammenarbeiten, zeigt auch, dass ich ebenfalls als Verbandsdirektor die Geschäfte des Zweckverbands leite", so Ibert, der das Areal seit 2011 als "startkLahr – Airport & Business Park Raum Lahr" vermarktet.

Die Hälfte der Bauflächen hat "startkLahr" in den vergangenen 20 Jahren verkauft. Mittlerweile sind hier 155 Unternehmen tätig, 4.700 Arbeitsplätze sind dadurch entstanden. "Das war nicht immer so", berichtet Markus Ibert, denn in den Jahren 2001 bis 2005 steckte der Interkommunale Zweckverband, dem das westliche Flugplatzareal gehört, in einer tiefen Krise. Angesichts von angehäuften Schulden in Höhe von rund 14 Millionen Euro wollten Ettenheim, Ringsheim, Mahlberg und Seelbach aus dem Zweckverband austreten. "Neben einem Mediationsverfahren ist es insbesondere dem Einsatz von Oberbürgermeister Müller zu verdanken, dass es den Zweckverband noch gibt", betont Ibert, der 2005 die Geschäfte der IGZ und des Zweckverbands übernahm. "Innerhalb von neun Jahren haben wir es schließlich geschafft, schuldenfrei zu sein", so Markus Ibert, der überzeugt ist, dass man auch mal gegen den Wind segeln muss, um letztendlich erfolgreich zu sein. Denn: "Hätte man damals das Standing nicht gehabt und wäre den einfacheren Weg gegangen, gebe es die große Anzahl an Arbeitsplätzen nicht."

Zu den Meilensteinen in der Vermarktung des gesamten Areals gehören laut Markus Ibert die Ansiedlung von Fiege, DSV und natürlich jüngst Zalando mit allein 1.000 Arbeitsplätzen. Das Pfund, mit dem "startkLahr" wuchern kann, ist zum einen die überaus günstige verkehrliche Lage, zum anderen sind es die verschiedenen Strukturen, die das Fluplatzareal bietet. "Wir sprechen gern vom großflächigen Westareal für die Ansiedlung von Unternehmen mit großem Flächenbedarf und vom kleinteiligen Ostareal, wo man auch kleine Büros sowie Hallen anmieten kann", erklärt Geschäftsführer Markus Ibert.

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