Schreiben an Lahrs OB Ibert
SPD will Tigermücke den Kampf ansagen
Lahr (st) Die SPD-Fraktion im Lahrer Gemeinderat hat sich in einem Schreiben an Oberbürgermeister Markus Ibert gewandt. In diesem geht es um die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke.
Extrem lästig
Mit dem Schreiben, dass von Fraktionschef Roland Hirsch unterzeichnet wurde, wende sich die Fraktion an die Verwaltungsspitze, weil sie mehrfach auf das Thema angesprochen worden sei und es die Lebensqualität und die gesundheitliche Vorsorge in der Stadt betreffe. "Diese invasive Mückenart ist nicht nur extrem lästig, da sie im Gegensatz zu heimischen Stechmücken tagsüber aktiv und sehr aggressiv ist. Sie stellt als potenzieller Überträger von gefährlichen Krankheitserregern wie dem Dengue- oder Chikungunya-Virus auch ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Da die Stadt Lahr derzeit kein Mitglied der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS e.V.) ist, liegt die Last der Vorsorge aktuell vollständig bei den Bürgern", schreibt die SPD-Fraktion.
Insbesondere der Schutterentlastungskanal trage zur Vermehrung der Tigermücke bei, da er derzeit kein fließendes Gewässer ist, sondern nur stehende Wasserinseln aufweise. Auch in den Laubauffangkörben der Kanalisation stehe Restwasser, welches eine ideale Brutstätte darstelle. Die Tigermücke habe auch schon im gesamten Stadtgebiet festgestellt werden können. Ein effektiver Schutz gelinge jedoch nur durch eine koordinierte, professionelle Bekämpfung im gesamten Stadtgebiet. Viele rheinnahe Nachbarkommunen profitierten bereits stark von der Expertise und den Maßnahmen der KABS.
Daher bitte die SPD-Fraktion um die Beantwortung mehrerer Fragen: So wolle man wissen, wie die Stadtverwaltung die aktuelle Verbreitung der Tigermücke im Lahrer Stadtgebiet einschätze, und ob Funde zentral dokumentiert würden. Auch ob die Stadt Lahr eine Mitgliedschaft bei der KABS oder eine offizielle Kooperation für die Zukunft prüfe, wird in dem Schreiben gefragt. Eine weitere Frage ist, ob die Stadt plane, Bürgern kurzfristig biologische Bekämpfungsmittel wie BTI-Tabletten für Regentonnen sowie Informationsmaterialien (möglichst mehrsprachig) kostenlos zur Verfügung zu stellen. Zudem möchte die SPD-Fraktion wissen, inwieweit der BGL durch abgestimmtes Vorgehen bei der Bekämpfung der Tigermücke mit eingebunden werde. Zudem wolle man wissen, wie den idealen Brutgebieten im Schutterentlastungskanal und den Laubauffangkörben der Kanalisation entgegengewirkt werden könne.
Laut dem Schreiben ginge es um die unkontrollierte Ausbringung von Insektiziden, sondern ökologisch vertretbare Möglichkeiten die gegebenenfalls mit den Naturschutzverbänden abzusprechen seien. Sicherlich seien auch Gartenbesitzer angehalten, durch geeignete Maßnahmen wie beispielsweise die Abdeckung von Wassertonnen dafür Sorge zu tragen, eine Verbreitung zu verhindern.





Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.