103 Jugendliche üben regelmäßig für spätere Einsätze bei den "Großen"
Kindergruppe als Unterbau der Jugendfeuerwehr

Die Jugendfeuerwehr im Rücken, die Aktiven im Blick: 103 Jungen und Mädchen üben für die Zeit bei der "richtigen" Feuerwehr.
  • Die Jugendfeuerwehr im Rücken, die Aktiven im Blick: 103 Jungen und Mädchen üben für die Zeit bei der "richtigen" Feuerwehr.
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  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Lahr (rek). Jeder weiß: Wenn es irgendwo brenzlig wird, rückt die Feuerwehr an. Aber wie steht es um den Nachwuchs der Wehren? Wie alt sind die Anwärter und wie werden die künftigen Lebensretter geschult und für den Ernstfall gerüstet? Wir haben nachgefragt.

53 Feuerwehrangehörige kümmern sich um rund doppelt so viele Jungen und Mädchen bei der Jugendfeuerwehr der Stadt Lahr, erklärt Thomas Happersberger von der Stabsstelle Feuerwehr und Bevölkerungsschutz bei der Stadt Lahr. Von den 103 Jugendlichen sind immerhin neun Mädchen. "Der Anteil der Mädchen liegt schon seit einigen Jahren bei circa acht bis neun Prozent", sieht Happersberger eine konstante Situation bei der Nachwuchsschmiede der aktiven Feuerwehr.
An den Dienstabenden an den unterschiedlichen Standorten in Lahr werden vor allem theoretische Themen wie Knoten und Stiche sowie praktische Themen wie Löschangriffe, Absichern von Unfallstellen, Erklären und Funktionen der Einsatzfahrzeuge und vieles mehr besprochen, erklärt und auch geübt. Rund 20 Abend und Nachmittage sind es allein im März, an denen die Zehn- bis 16-Jährigen verteilt auf die gesamte Stadt Lahr die Kniffe der "Großen" lernen. Denn in jedem Lahrer Stadtteil ist seit 2004 eine Jugendgruppe der Feuerwehr zu finden.
"Die Jugendfeuerwehr hat, wie andere Hilfsorganisationen auch, einen besonderen Joker in ihrem Aktivitätenkonzept: den gewissen Kick durch technische Attraktivtiäten auf einem außergewöhnlichen Niveau und die Möglichkeit, zu lernen, dass man durch Teamwork, innovatives Arbeiten und den oftmals notwendigen technischen Hilfsmittel, außergewöhnliche und gefährliche Situationen wieder beherrschen kann", beschreibt Wolfgang Schreiber, kommissarischer Leiter der Offenburger Jugendfeuerwehr, den Trumpf bei der Nachwuchswerbung. Es gebe wohl keine Jugendorganisation, die mit soviel Spaß, Einfallsreichtum und jugendlicher Unbekümmertheit so nah an der Erwachsenenwelt dran sei, unterstellt Schreiber im Vereinsvergleich.

Was Jugendliche auch erleben wollen und angeboten bekommen in Lahr: "Natürlich werden auch kameradschaftliche Dinge unternommen wie Schwimm- oder Sportdienste, Ausflüge und Besichtigungen von Berufsfeuerwehren", erklärt Happersberger die Aktivitäten der Gruppe. Alle zwei Jahre findet zudem ein dreitägiges Zeltlager statt – in diesem Jahr in Ohlsbach –, zu dem alle Jugendfeuerwehren aus dem Ortenaukreis eingeladen werden. Da kommen schnell 800 bis 1.000 Jugendliche zusammen. "Im Jahr dazwischen organisieren wir einen 24-Stunden-Tag, auch Berufsfeuerwehrtag genannt. Hierbei verbringen die Jugendlichen 24 Stunden im Gerätehaus mit gemeinsamem Spiel, Sport, Essen und Übernachtung. Natürlich kommt dann der ein oder andere Einsatz dazwischen, der von uns inszeniert wird“, erklärt beispielsweise Philipp Wörner, Leiter der Oberkircher Jugendfeuerwehr.

Um den Nachwuchs möglichst frühzeitig für die Feuerwehrarbeit zu begeistern, plant die Stadt Lahr die Einrichtung einer Kindergruppe. Denn: Ab zehn Jahren können Kinder in die Jugendfeuerwehr eintreten, bevor sie mit 17 oder 18 Jahren zu den Aktiven wechseln. Auch die Feuerwehr weiß: nur wenn sie die Kinder und Jugendlichen frühzeitig bindet, besteht auch in Zukunft für Sicherheit in der Stadt zu sorgen.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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