Oberkirch beteiligt sich am landesweiten Projekt
"Natur nah dran" an Renchallee

Hubert Männle (v. l.) und Andreas Huber vom Oberkircher Bauhof sowie der städtischen Umweltbeauftragten Georg Schäffner
  • Hubert Männle (v. l.) und Andreas Huber vom Oberkircher Bauhof sowie der städtischen Umweltbeauftragten Georg Schäffner
  • Foto: Stadt Oberkirch
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Oberkirch. Oberkirch beteiligt sich in diesem Jahr am landesweiten Projekt „Natur nah dran“. Neben Ettenheim ist Oberkirch die einzige Kommune im Bereich des Regierungsbezirks Freiburg. Das Land fördert den Oberkircher Beitrag mit 30.000 Euro.

Zurzeit wird durch den städtischen Bauhof eine rund 1.000 Quadratmeter große naturnahe Grünfläche entlang der Renchallee angelegt. Sie ist Teil des Projekts „Natur nah dran“. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts von Land und Nabu werden unter anderem fünf Grünflächen in Oberkirch angelegt. Das Land übernimmt zwei Drittel der Kosten vor Ort. Den Rest trägt die Stadt Oberkirch.

Durch „Natur nah dran“ wird die biologische Vielfalt vor Ort in Kommunen gefördert. „Mit der Teilnahme will die Stadt auch Vorbild für Private und Firmen sein“, erklärt Georg Schäffner, Umweltbeauftragter der Großen Kreisstadt. Tiere wie Wildbienen und Schmetterlinge benötigen dringend neuen Lebensraum. Der fortschreitende Rückgang ihrer Bestände rückt immer mehr in den Blick von Öffentlichkeit und Kommunen. Durch „Natur nah dran“ werden neue Siedlungsbereiche geschaffen. In allen Städten und Gemeinden gibt es Grünstreifen, Verkehrsinseln oder Brachflächen, die mit den passenden Wildpflanzen zu blühenden Biotopen werden können.

Die im Rahmen des Projekts umgestalteten Flächen sollen auch als positives Beispiel dienen und zur Nachahmung anregen. Der Hinweis auf das Projekt von Nabu und Land kam von Dr. Meinrad Heinrich, Mitglied des Beirats für Natur- und Umweltschutz. Interesse an „Natur nah dran“ ist in Oberkirch vorhanden. „Von verschiedenen Ortsvorstehern bin ich angesprochen worden, ob sich Flächen auf ihrer Gemarkung dafür eignen“, berichtet Hubert Männle, einer der Gärtner des Oberkircher Bauhofes, der zusammen mit Kollegen die Grünflächen betreut.

Der Aufwand für die Anlage einer solchen naturnahen Grünfläche darf nicht unterschätzt werden. „Entlang der Renchallee erfolgte eine komplette Neuanlage der Fläche mit Bodenaustausch“, erläutert Georg Schäffner. Bis in eine Tiefe von 20 Zentimeter wurde der Mutterboden ausgehoben und durch insgesamt 400 Tonnen Porphyrschotter ersetzt. Danach wurden 2 Zentimeter Kompost auf der Fläche aufgetragen. „Die Einsaat erfolgt in circa zwei Wochen“, beschreibt Hubert Männle den nächsten Schritt. Bis dahin wurden auch die Totholzstämme, die Baumwurzeln und der Steinhaufen abgelegt.

Rund 160 Arbeitsstunden werden dann aufgewendet sein. Doch der Aufwand lohnt sich. „Solche Naturflächen sind einfacher und seltener zu pflegen“, hebt der Umweltbeauftragte hervor. Eine Rasenparkfläche wird im Schnitt zwölf bis 15 Mal im Jahr gemäht, eine solche Grünfläche zwei bis drei Mal. Kosten könnten so gespart werden. Doch ist das hauptsächliche Ziel den Blütenreichtum und die biologische Vielfalt in der Stadt zu steigern. Ein positiver Nebeneffekt sei, dass damit auch Naturerlebnisflächen für Kinder entstünden. Da bei der Einsaat gebietsheimische mehrjährige Pflanzen verwendet werden, lohnt sich der Einsatz: die angelegten Flächen dienen der Sache über einen längeren Zeitraum.

Wer nähere Informationen zum Projekt oder zur Anlage einer solchen Grünfläche haben will, der kann sich gerne an den städtischen Umweltbeauftragten Georg Schäffner wenden, Telefon 07802/82147 oder per Mail.

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