Auszeichnung am Festwochenende
Oberkirch ist offiziell Fairtrade-Stadt

Oberkirch ist offiziell Fairtrade-Stadt: Oberbürgermeister Gregor Bühler (Mitte) und Achim Huber, Sprecher der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Oberkirch (links), nahmen die Auszeichnung von Manfred Holz, Fairtrade-Ehrenbotschafter von Fairtrade Deutschland e.V. (rechts), entgegen. | Foto: Denise Burkart/Stadt Oberkirch
  • Oberkirch ist offiziell Fairtrade-Stadt: Oberbürgermeister Gregor Bühler (Mitte) und Achim Huber, Sprecher der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Oberkirch (links), nahmen die Auszeichnung von Manfred Holz, Fairtrade-Ehrenbotschafter von Fairtrade Deutschland e.V. (rechts), entgegen.
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Oberkirch (st) Die Stadt Oberkirch ist offiziell als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet worden. Die Urkunde wurde am Samstag, 16. Mai, im Rahmen des Baden-Württemberg-Tages der Heimattage Baden-Württemberg auf der Bühne am Kirchplatz überreicht. Entgegengenommen wurde sie von Oberbürgermeister Gregor Bühler und Achim Huber, Sprecher der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Oberkirch. Die Auszeichnung überreichte Manfred Holz, Fairtrade-Ehrenbotschafter von Fairtrade Deutschland e.V.

Mit dem Titel wird Oberkirch die 940. Fairtrade-Town in Deutschland und die 180. Fairtrade-Town in Baden-Württemberg. Die Stadt wird damit Teil eines internationalen Netzwerks von Kommunen, die sich für fairen Handel, gerechtere Handelsbedingungen und nachhaltige Entwicklung einsetzen.

Auszeichnung als Anerkennung und Auftrag

Der Titel würdigt das breite Engagement vieler Beteiligter aus Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Bildung, Kirchen, Vereinen, Verwaltung und Weltladen. Für die Auszeichnung mussten mehrere Kriterien erfüllt werden. Dazu gehören unter anderem ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss, eine aktive Steuerungsgruppe, die Verwendung fair gehandelter Produkte in städtischen Zusammenhängen sowie die Beteiligung lokaler Partner aus Handel, Gastronomie, Bildung, Kirche und Vereinswesen.

In Oberkirch wurde dieser Prozess von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt koordiniert. Sie hatte die Bewerbung vorbereitet, die Aktivitäten zusammengeführt und die lokalen Partner eingebunden. Bereits in den vergangenen Monaten hatten sich verschiedene Betriebe, Einrichtungen und Organisationen beteiligt und damit gezeigt, dass fairer Handel in Oberkirch nicht nur ein einzelnes Projekt ist, sondern von vielen Seiten getragen wird.

Oberbürgermeister Gregor Bühler dankte allen, die den Weg zur Fairtrade-Stadt begleitet haben. In seiner Rede betonte er, die Auszeichnung sei „weit mehr als ein Titel“, sondern das sichtbare Ergebnis von Engagement, Überzeugung und dem gemeinsamen Einsatz vieler Menschen in Oberkirch. Gerade die Verleihung im Rahmen der Heimattage habe eine besondere Bedeutung, weil sie zeige, dass Heimat auch Verantwortung bedeute: lokal verwurzelt und zugleich mit Blick auf globale Zusammenhänge.

Auch Achim Huber sieht in der Auszeichnung einen wichtigen Schritt für die Stadt: ,,Gemeinsam können wir Strukturen verändern und dazu beitragen, dass fairer Handel nicht die Ausnahme bleibt, sondern zur Selbstverständlichkeit wird.“

Laudator Manfred Holz würdigte in seiner Ansprache das Oberkircher Engagement. Fairer Handel werde in Oberkirch von vielen Seiten getragen: vom Rathaus über Vereine, Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kirchengemeinden und den Weltladen bis hin zu Betrieben und Geschäften. Dieses Zusammenwirken mache sichtbar, dass fairer Handel im Alltag konkret beginnen könne. Etwa beim Einkauf, in Bildungseinrichtungen, in Vereinen oder in der kommunalen Beschaffung.

Fairtrade-Stadt zu sein bedeutet für Oberkirch zugleich, das Thema weiter sichtbar zu machen und dauerhaft in der Stadtgesellschaft zu verankern. Der Titel wird für zwei Jahre vergeben, danach müssen die Kriterien erneut erfüllt werden. Die Auszeichnung ist damit Anerkennung für das bisher Erreichte und zugleich Ansporn, das Engagement gemeinsam mit den lokalen Partnern weiterzuentwickeln.

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